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"Quick Nick" wünscht sich Rückkehr zu Slicks

Sauber-Pilot Nick Heidfeld würde gerne wieder mit Slicks in der Formel 1 fahren und erklärt weshalb

(Motorsport-Total.com) - Obwohl Nick Heidfeld in der Formel 1 schon immer mit Rillenreifen fuhr, erinnert sich der Mönchengladbacher noch sehr gerne an seine Zeit in der F3 und F3000, denn dort zog er seine Runden auf Slick-Reifen, welche in beiden Serien auch heute noch zum Einsatz kommen, während in der Formel 1 auf Rillenreifen gefahren wird.

Nick Heidfeld im Sauber C20

Heidfeld plädiert für die Rückkehr zu Slicks, welche auch optisch schöner seien

Wurden die Rillenreifen einst von der FIA eingeführt um die Kurvengeschwindigkeiten zu senken, so sind die Rundenzeiten in diesem Jahr deutlich im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, weshalb den Fahrern bei der FIA auf Gehör stoßende Argumente so langsam ausgehen, denn die Motorsportbehörde ist bemüht die Geschwindigkeiten niedrig zu halten; aus Sicherheitsgründen wie es heißt.

Im Kampf um Tausendstelsekunden nutzen die findigen Ingenieure der Teams alle Möglichkeiten, um so viel Speed wie möglich herauszuholen, aber Unterstützung erfahren sie dabei von den Reifenherstellern, welche für jede Rennstrecke spezielle Mischungen des schwarzen Goldes entwickeln. Der Wettkampf zwischen den Reifenherstellern Bridgestone und Michelin führte in diesem Jahr dazu, dass die konservative Zeit der Weiterentwicklung ihr Ende fand und die Autos auf Grund weicherer Reifenmischungen schneller um die Rennstrecken fahren konnten.

"Ich würde gerne wieder mit Reifen ohne Profil fahren. Einfach aus dem Grund, weil man mit Slicks besser überholen kann. Ich denke auch, dass die Autos bei einem Dreher weniger gefährlich rotieren würden. Darüber hinaus würde es auch besser aussehen", verriet Nick Heidfeld jüngst gegenüber der 'Berliner Morgenpost' und führte damit den Sicherheitsaspekt als schlagkräftiges Argument an.

Wahrscheinlicher als die Rückkehr zu profillosen Reifen scheint aber die Einführung einer weiteren Rille.

Für die Saison 2003 erwarten fast alle Formel-1-Teams grundlegende Änderungen im Reglement. Sollten die Geschwindigkeiten im nächsten Jahr auf dem gleichen Level wie in dieser Saison bleiben oder sogar ansteigen, so könnte sich die FIA darin bestätigt sehen weitere Rillen bei den Reifen einzuführen oder die Aerodynamik der Autos drastisch zu beschränken, um so das Tempo zu verringern.