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Qualifying 2016: Formel 1 spielt "Reise nach Jerusalem"

Strategiegruppe und Formel-1-Kommission haben einer Veränderung des Qualifyingmodus zugestimmt: Nach jeweils 90 Sekunden fliegt der Langsamste heraus

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 wird in der Saison 2016 zumindest an den Samstagen mehr Action bieten. Das verspricht eine Veränderungen des Qualifyings, dem heute die Mitglieder der Strategiegruppe und der Formel-1-Kommission zugestimmt haben. Auf ihren Sitzungen am heutigen Dienstag in Genf verabschiedeten die beiden Gremien einen neuen Modus, der an das berühmte Gesellschaftsspiel "Reise nach Jerusalem" erinnert.

Max Verstappen

Im Qualifying werden zukünftig die Langsamsten frühzeitig zur Box geholt Zoom

Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' besteht das neue Qualifying weiterhin aus drei Abschnitten, aber in in den einzelnen Teilstücken geht man zukünftig anders vor als zuletzt. An Q1 nehmen - wie bisher - alle 22 Piloten teil. Allerdings gilt es ab diesem Jahr, frühzeitig eine schnelle Rundenzeit zu markieren. Nach sieben Minuten der Session beginnt die Action so richtig: Alle 90 Sekunden wird der langsamste Pilot aus dem Wettbewerb genommen.

Dieses Prozedere wird fortgeführt, bis nur noch 15 Fahrer übrig geblieben sind. Nach einer kurzen Pause findet das Q2 in genau dem gleichen Modus statt. Nach Abschluss dieses zweiten Durchgangs bleiben die bis dorthin acht schnellsten Autos übrig. Diese dürfen nach einer weiteren Pause für Reifenwechsel und Betankung in das finale Shootout (Q3) starten, das nur fünf Minuten "freies Fahren" bietet, bevor die Langsamsten erneut jeweils nach 90 Sekunden eliminiert werten. Am Ende steht ein Duell der besten beiden Fahrer in entscheidenden 1:30 Minuten.

Die neue Regelung für das Qualifying muss am 4. März noch im Motorsport-Weltrat der FIA abgesegnet werden. Bis dorthin hält sich der Automobil-Weltverband mit öffentlichen Äußerungen zurück. Auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com' heißt es jedoch, dass es "konstruktive" Sitzungen gewesen seien. Man hat sich offenbar auf die Einführung neuer Aerodynamikregeln verständigt, deren Ausarbeitung noch bis zum April dauern werden. Außerdem arbeitet man weiter an Motorenregularien für 2018 und Sicherheitsfeatures.

Bezüglich des Qualifyings gab es am Dienstag in Genf noch weiterführende Vorschläge, deren Umsetzung aber (zunächst) abgeschmettert wurde. Eine dort diskutierte Idee war, die in der Meisterschaft führenden Piloten mit einem zeitlichen "Ballast" in die Zeitenjagd zu schicken. Die Toppiloten hätten somit auf ihre real erzielte Zeit eine zusätzliche Zeit als Handicap hinzu addiert bekommen. Dass ein solches System kaum verständlich für Formel-1-Zuschauer an den Strecken und TV-Schirmen hätte transportiert werden können, war der Mehrheit in Strategiegruppe und Kommission letztlich doch klar.

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