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Formel 1 2017: Autos werden drei Sekunden schneller

Die Strategiegruppe hat bei ihrer Sitzung in Genf keine ultimative Einigung erzielt - McLaren-Kompromiss wahrscheinlich - Ecclestone droht mit GP1 mit V8-Motoren

(Motorsport-Total.com) - Die Strategiegruppe der Formel 1 hat hinsichtlich des technischen Reglements für die Saison 2017 eine Einigung erzielt - bekommt aber für die Ausarbeitung der Details eine Fristverlängerung bis Ende April. Beim Meeting in Genf beschlossen die jeweils sechs Vertreter der Topteams der Formel 1, der FIA und der FOM, die Frist für die Entscheidung über das 2017er-Reglement bis zum 30. April 2016 zu verlängern. Auch die Formel-1-Kommission stimmte diesem Vorgehen mit 20:6 Stimmen zu.

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Man einigte sich in beiden Gremien darauf, dass die Formel-1-Autos ab 2017 rund drei Sekunden schneller sein sollen. Bei der Frage hinsichtlich der Breite der Karosserie spricht nun vieles für die von McLaren vorgeschlagene Kompromisslösung von 160 Zentimetern. Während Red Bull bei seinem Konzept 180 Zentimeter vorschlug - so viel wie die aktuelle Gesamtbreite der Formel-1-Fahrzeuge inklusive Reifen - wollte Ferrari bei den aktuellen 140 Zentimetern bleiben. Die Roten hatten gefürchtet, das Red Bull heimlich schon Wissen über ein 180er-Fahrzeug gesammelt habe.

Auch mit der Kompromisslösung ist davon auszugehen, dass die Gesamtbreite der Fahrzeuge wieder an die zwei Meter heranreichen wird. So breit waren die Boliden zuletzt 1997. Von der Neuerung versprechen sich die Teilnehmer der Strategiegruppe noch immer eine Steigerung um drei Sekunden. Das hat jedoch Folgen für den Spritverbrauch, da der Luftwiderstand der Fahrzeuge ansteigt. Entsprechende Debatten um eine Erhöhung des Tankvolumens wurden sofort im Keim erstickt.

Keine Einigung bei Kostensenkung ab 2018

Während Renault und Honda eine Erhöhung der maximalen Spritmenge pro Rennen fordern, stellen sich Mercedes und Ferrari klar dagegen. Sie wollen die Effizienzformel nicht aufs Spiel setzen und den Umweltgedanken fördern. Und dabei höchstwahrscheinlich auch ihren eigenen Vorteil bewahren. Eine Erhöhung der Spritmenge sei "das komplett falsche Signal" heißt es.


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Die Gruppe beriet auch über das Motorenreglement für 2018. Dann sollen die Formel-1-Antriebe nur noch zwölf Millionen Euro im Jahr kosten. Doch hier kamen sich die Beteiligten keinen Meter näher, was der Hauptgrund für zwei weitere Monate voller Verhandlungen. Man hat nun Zeit bis Ende April. Sollten sich die Hersteller und Teams nicht einig werden, wäre der Alternativmotor wieder auf dem Tisch. Ecclestone hat allerdings das Drohgespenst "Alternativmotor" gar nicht ausgespielt, sondern drohte stattdessen mit einer eigenen GP1-Rennserie mit V8-Motoren.

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