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Pirelli in Malaysia: Der große Härtetest steht an

Der Sepang Circuit sieht am Wochenende wohl alle Reifentypen von Pirelli: Wie schlagen sich die neuen Intermediates und Regenpneus im Ernstfall?

(Motorsport-Total.com) - Pirelli steht beim Großen Preis von Malaysia vermutlich vor seiner bisher größten Aufgabe. Das italienische Unternehmen wird im Verlauf des zweiten Saison-Wochenendes vermutlich sämtliche Reifentypen einem Praxistest unterziehen, denn in Sepang ist immer mit Niederschlägen zu rechnen. Fraglich ist nur, wie gut sich die Regenreifen von Pirelli schlagen, denn sie wurden nicht oft getestet.

Regenpneus von Pirelli

Die "Neuen": Regenreifen (links) und Intermediate aus dem Pirelli-Sortiment Zoom

Die Teams haben daher nur wenig Erfahrung mit den Pneus für nasse Bedingungen, die im Rahmen des Malaysia-Grand-Prix' wahrscheinlich ihr Formel-1-Debüt geben werden. Die neuen Intermediates (hellblaue Markierung an der Flanke) und die neuen Regenreifen (orange Markierung), die über eine Profiltiefe von drei und fünf Millimetern verfügen, ergänzen das Rennreifen-Portfolio in Sepang.

Darüber hinaus bringt Pirelli erneut die Trockenreifen-Varianten hart und weich an den Start, welche schon beim Saisonauftakt im australischen Melbourne im Einsatz waren. "Mit den dortigen Resultaten waren wir sehr zufrieden", sagt Paul Hembery, Motorsport-Direktor bei Pirelli. "Hier in Sepang werden wir aber sicherlich etwas mehr Reifenverschleiß sehen. Ich rechne mit drei Boxenstopps pro Auto."

"Vier Reifenwechsel werden wohl nicht nötig sein - es sei denn, es regnet und die Teams müssen zusätzliche Boxenstopps vornehmen", meint der Brite. "Man kann sich fast sicher sein, dass es nachmittags heftig regnen wird. Aus diesem Grund rechnen wir damit, dass unsere Regenreifen eine Schlüsselrolle spielen werden. Warten wir einfach ab", gibt Hembery in Malaysia zu Protokoll.

Sanftes Fahren ist auch in Malaysia Trumpf

"Diese Strecke unterscheidet sich auf jeden Fall ziemlich vom Melbourne. Sepang stellt eine größere Herausforderung für uns dar. Wichtig ist, dass die Fahrer sanft mit ihren Reifen umgehen. Stehende Räder und Bremsplatten verlängern das Leben der Pneus nicht. Und wenn man in den ersten Runden mit frischen Reifen nicht gleich volle Attacke fährt, wirkt sich das positiv auf die Haltbarkeit aus."

"Man darf nicht vergessen: Hierbei handelt es sich um die besten Fahrer der Welt." Paul Hembery

"Man darf aber nicht vergessen: Hierbei handelt es sich um die besten Fahrer der Welt. Sie werden nicht lange brauchen, um die Reifen optimal ausnutzen zu können. Sie werden sich anpassen. Es ist halt eine Lernphase für alle", erklärt der Reifenchef von Pirelli und kommt auf die einzelnen Produkte seines Unternehmens zu sprechen: "Wir haben wieder die weiche und die harte Mischung dabei."

"Letztere sollte die etwas bessere für diese Bedingungen sein. Wir testeten unsere Reifen aber lediglich bis zu einer Streckentemperatur von etwa 40 Grad Celsius. Hier könnten die Temperaturen leicht bis über 50 Grad Celsius ansteigen", hält Hembery fest und merkt an: "Zudem ist dieser Rennkurs dafür bekannt, die Reifen sehr zu fordern. Das wird eine neue Erfahrung für uns darstellen."¿pbvin|512|3582|pirelli|0|1pb¿

Neue Entwicklungen stehen in den Startlöchern

Neue Erkenntnisse erhofft man sich auch von einer neuen Mischung, die in Sepang erstmals erprobt werden soll. "Wir haben eine neue Variante des harten Typs dabei, wovon jeder Fahrer am Freitag zwei komplette Sätze zum Ausprobieren erhält. Dabei handelt es sich um eine stabilere Variante, die wir im Rahmen des Testabkommens während der regulären Sessions an den Start bringen dürfen."

"Es handelt sich um eine neue Philosophie und deswegen sind wir gespannt." Paul Hembery

"Ein bisschen Sorgen bereitet uns, dass diese neuen Reifen etwas zu konservativ sein könnten", gesteht Hembery. "Die Teams sind nämlich sehr gut darin, die Reifen zu verstehen und ihre Leistung zu maximieren. Es handelt sich um eine neue Philosophie und deswegen sind wir gespannt auf das Feedback der Teams. Im Vordergrund steht aber nach wie vor die gute Show für die Zuschauer."

Deswegen möchte Pirelli beim Europaauftakt der Formel 1 in wenigen Wochen einen weiteren Schritt nach vorne unternehmen: "Ab dem Türkei-Event werden wir ein deutlich besser sichtbares Branding an der Flanke der Reifen haben", kündigt Hembery abschließend an. "Dies war der Wunsch nach dem ersten Rennen, denn die Leute konnten die Pneus offenbar nicht voneinander unterscheiden."

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