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Pirelli: Fünf Sekunden schneller sind 2017 möglich

Pirelli-Sportchef Paul Hembery ist davon überzeugt, dass die Formel 1 2017 auch ohne deutlich mehr Abtrieb fünf Sekunden schneller werden kann

(Motorsport-Total.com) - Wie viel schneller wird die Formel 1 mit dem neuen Technischen Reglement für die Saison 2017? Nachdem die Technische Arbeitsgruppe einem Medienbericht zu Folge die Einführung einige leistungssteigernden Veränderungen unlängst verworfen hatte, schien das Ziel einer Steigerung von fünf Sekunden pro Runde wieder in Frage gestellt zu sein. Doch von der Reifenfront kommt in dieser Hinsicht Entwarnung.

Paul Hembery

Durch die Reifen fünf Sekunden schneller? Paul Hembery ist davon überzeugt Zoom

Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery glaubt, dass die Fahrzeuge alleine durch die Weiterentwicklung und Veränderung der Reifen bis zur nächsten Saison deutlich schneller werden können. "Von 2015 bis 2017 wird der Reifen durch die Weiterentwicklung zwangsläufig immer besser. Und durch die breiteren Reifen und das breitere Chassis könnten wir vier bis fünf Sekunden schneller sein", sagte Hembery am Donnerstag bei der Autosport International Show im britischen Birmingham.

Während breitere Reifen für die Saison 2017 so gut wie beschlossen sind, gibt es gerade um das breitere Chassis derzeit Diskussionen. 'auto, motor und sport' hatte in dieser Woche berichtet, die Verbreiterung des Chassis von 140 auf 180 Zentimeter sei vom Tisch, lediglich die Breite der Formel-1-Autos solle auf 200 Zentimeter anwachsen. Auch Veränderungen am Unterboden und Diffusor, die mehr Abtrieb erzeugen und damit für schnellere Rundenzeiten sorgen würden, seien dem Bericht zu Folge verworfen worden - auch auf Bitten von Pirelli.

Hembery bestätigt das indirekt, indem er erklärt, dass man bei der aktuellen Reifengeneration den Anpressdruck nicht beliebig erhöhen könne. "Wenn man weiterhin das fahren will, was wir bisher in der Formel 1 einsetzen, gibt es Grenzen für die Belastung", sagt er mit Blick auf die Reifen.

Grundsätzlich sei Pirelli aber in der Lage Formel-1-Reifen zu bauen, die deutlich belastbarer als die aktuellen Pneus sind. "Wir können den Reifen auf jede gewünschte Belastung auslegen, aber dann wäre es nicht mehr der gleiche Reifen, den wir heute verwenden", so Hembery. "Wenn die Belastung durch die Aerodynamik um 50 bis 60 Prozent steigern sollte, könnte man nicht mehr den Reifen verwenden, den wir in den vergangenen Saisons genutzt haben."

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