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Red-Bull-Showrun in Kitzbühel: Verstappen auf Schneeketten

Bei einem spektakulären Showrun in Kitzbühel schickt Red Bull den Youngstar Max Verstappen im Schneeketten-bereiften RB7 auf den Hahnenkamm

(Motorsport-Total.com) - Bis zum Start der Formel-1-Saison 2016 sind es noch gut neun Wochen. Und bis die Königsklasse nach Österreich zurückkehrt, müssen die Nachbarn gar noch sechs Monate warten. Im Tirol konnte am Donnerstag dennoch schon Motorsportluft geschnuppert werden. Für einen außergewöhnlichen Showrun hat sich Red Bull nach Kitzbühel begeben. Toro-Rosso-Pilot Max Verstappen wurde dabei in einen RB7 gesetzt und auf den berühmten Hahnenkamm ausgesetzt. Die Ski-Piste ging es mit Schneeketten herunter.

Max Verstappen

Vor rund 3.500 Zuschauern wirbelte Max Verstappen eine Menge Schnee auf Zoom

"Ich komme aus Holland", so Verstappen nach seinem Abenteuer, "da ist es schon beeindruckend, überhaupt hier in den Bergen zu sein. Mit einem Formel-1-Auto hier hochzukommen ist natürlich eine Herausforderung. Man darf sich keinen Fehler erlauben, sonst fällt man vom Berg. Aber ich hätte mehr Angst, mit Skiern hier runter zu müssen."

Das Showcar, ein Modell von Sebastian Vettels Titelwagen aus dem Jahr 2011, musste für das ambitionierte Vorhaben besonders präpariert werden. Noch im Dezember kam es mit Daniel Ricciardo im warmen Australien zum Einsatz. Für die winterlichen Temperaturen brauchte es nicht nur eine besondere Motoren-Einstellung, sondern vor allem schneetaugliche Reifen. Spikes und Schneeketten mussten auf den Regenreifen von Pirelli montiert werden.

Der Lohn waren die spektakulären Bilder von der Piste. "Wir denken nicht darüber nach, warum etwas nicht geht, sondern wie es geht", so Red-Bull-Berater Helmut Marko, der ebenfalls anwesend war. "Seit ich bei Red Bull bin, wundere ich mich eigentlich über fast gar nichts mehr, aber dieser Showrun heute war heftig."


Max Verstappen: Showrun im Schnee

Auch Ex-Pilot Gerhard Berger ließ sich das Spektakel nicht entgehen. "Max hat seine Sache super gemacht", so der Österreicher. "Und vor allem in seiner ersten Saison hat er eine tolle Leistung gezeigt. Wenn er so weitermacht, wird er eines Tages Formel-1-Weltmeister."

Nach der winterlichen Bewährungsprobe können sich Fahrer und Team für den Saisonstart am 20. März und den Österreich-Grand-Prix am 3. Juli aber wieder auf Normal-Temperaturen einstellen.