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Pirelli beklagt fehlendes aktuelles Testfahrzeug

Pirelli wünscht sich einen Nachfolger für den betagten Toyota TF109 - Teams fürchten den Vorteil eines einzelnen und bleiben stur

(Motorsport-Total.com) - Bei Pirelli werden die Formel-1-Reifen seit dem Wiedereinstieg zu Beginn der Saison 2011 stetig weiter entwickelt. Für die Zukunft, speziell die Saison 2013, hat man laut Motorsportchef Paul Hembery bereits einige "interessante Ideen". Ein großes Manko gibt es jedoch, über das man sich alles andere als glücklich zeigt: Das Fehlen eines aktuelles Testautos.

Lucas di Grassi

Lucas di Grassi würde am liebsten in einem aktuellen Boliden testen Zoom

Im Vorfeld des Comebacks in der Königsklasse spulte Pirelli das komplette Testprogramm mit einem Toyota TF109 aus der Saison 2009 ab. Am Steuer saß zunächst Nick Heidfeld und später Pedro de la Rosa. Inzwischen befindet sich der Bolide allerdings im Museum, weshalb Hembery auf eine baldige Lösung des Problems drängt.

"Es gab den Vorschlag, dass wir den Toyota modifizieren lassen könnten. Das ist in meinen Augen allerdings wenig realistisch", wird Hembery von 'Autosport' zitiert. Viel lieber würden es der Brite und auch der aktuelle, kürzlich erneut bestätigte Testfahrer Lucas di Grassi sehen, wenn die künftige Testarbeit für Pirelli mit einem Boliden des Jahrgangs 2011 verrichtet werden könnte.

"Uns kümmert es nicht, von wem wir ein Auto beziehen", versichert Hembery im Hinblick auf die Bedenken der Teams, wonach sich die Testarbeit zum Vorteil für das auserkorene Team entwickeln würde. "Alles was wir wollen ist, unsere Arbeit mit Präzision zu erledigen. Je älter das Testauto ist, desto weiter liegt es vom aktuellen Standard entfernt", gibt der Pirelli-Motorsportchef zu bedenken.

Sollte es unter den Teams zu keiner Einigung kommen, könnte sich Hembery notfalls auch vorstellen, auf eigene Faust ein neueres Chassis als den Toyota TF109 zu erwerben. "Das ist vorstellbar. Uns geht es nicht darum, einem bestimmten Team zu helfen. Wir wollen nur unseren Job so gut wie möglich erledigen."

"Für 2013 haben wir einige interessante Ideen, an denen wir arbeiten müssen", so Hembery, der wiederholt deutlich gemacht hat, dass er sich eine Rückkehr von superweichen Qualifikationsreifen, den sogenannten "Qualifiers" sehr gut vorstellen könne.

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