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Pierre Gasly: Honda kann 2019 Rennen gewinnen

Warum Pierre Gasly Red Bull und Honda trotz seiner kürzlichen Kritik 2018 Siege zutraut und ihm und Brendon Hartley nun ein Dasein als Versuchskaninchen droht

(Motorsport-Total.com) - Toro-Rosso-Pilot Pierre Gasly traut Antriebspartner Honda in der kommenden Saison Siege zu. "Red Bull hat ein großartiges Chassis, und es würde mich nicht überraschen, wenn sie nächstes Jahr gemeinsam gewinnen", sagt der Franzose, der laut eigenen Angaben sogar Geld auf einen Red-Bull-Honda-Sieg setzten würde. Wie hoch sein Einsatz wäre, will er aber nicht verraten.

Max Verstappen

Wird Red Bull auch 2019 wie zuletzt in Spielberg Siege einfahren? Zoom

Und das, obwohl seine Truppe derzeit unter der Honda-Antriebseinheit leidet. Nach dem Großbritannien-Grand-Prix schlug der Toro-Rosso-Pilot Alarm, die zweite Ausbaustufe der 2018er-Antriebseinheit sei mitverantwortlich dafür, dass man weiter hinter die Kundenteams von Ferrari und Mercedes zurückgefallen sei.

Hondas Motorenchef Toyoharu Tanabe entgegnet auf diese Einschätzung, dass die Lage nicht so schlimm sei, wie es in Silverstone den Anschein machte. "Auch wir haben anhand von Gaslys Qualifying-Daten gesehen, wie groß der Performance-Unterschied ist", spielt er auf die erwähnten neun Zehntel an. "Und natürlich gibt es hier Kurven, die man vor allem im Qualifying mit Vollgas durchfahren kann. Das hat uns das Leben schwer gemacht und dafür gesorgt, dass der Unterschied zu den anderen Antriebseinheiten hier größer war als auf anderen Strecken."

Gaslys Schätzung: Honda hat kaum Rückstand auf Renault

Auch Gasly will nicht verschweigen, dass Honda seit Saisonbeginn deutliche Fortschritte gemacht hat: "Zu Saisonbeginn waren wir bei allen Geschwindigkeitsmessungen hinten, solange es keinen Windschatten gab. Und jetzt sind wir eher im Mittelfeld und kämpfen mit Renault." Wie groß der Unterschied zwischen der japanischen und der französischen Antriebseinheit sei? "Ziemlich gering", meint Gasly, der im Vorjahr ein Renault-Triebwerk im Heck hatte.

Ein Vergleich sei allerdings fast unmöglich, "denn die Autos haben sich im Vergleich zum Vorjahr weiterentwickelt", argumentiert er. Und auch die GPS-Datenvergleich mit den Renault-Konkurrenten sei nicht der Weisheit letzter Schluss, denn "man weiß ja nicht, mit wie viel Abtrieb die anderen fahren".

Red-Bull-Dauerfeuer: Droht Honda ein Renault-Schicksal?

Brendon Hartley

Honda-Experimente: Hartley ist es bereits gewohnt, von hinten zu starten Zoom

Doch ist die Honda-Technikabteilung, die in den vergangenen Jahren eine Ohrfeige nach der anderen erhielt und nun vom Ex-Mercedes-Mann Axel Wendorff geleitet und von Mario Ilien unterstützt wird, schon wieder reif für die Zusammenarbeit mit einem Topteam? "Eine schwierige Frage", antwortet Gasly, der sowohl Red Bull als auch Honda gut kennt.

"Ich bin noch nie für ein Topteam gefahren, aber ich habe als Ersatzfahrer gesehen, wie sie mit Renault gearbeitet haben, und ich glaube, dass Honda das hinkriegt", traut er den Japanern zu, die Aufgabe zu bestehen. Dennoch warnt er sie: "Wir wissen von Red Bull, dass sie viel Druck machen. Und es wird mit Sicherheit eine andere Art Druck sein, denn sie haben zuletzt nicht um Siege, Podestplätze oder Poles gekämpft. Und da sind weniger Fehler erlaubt. Dennoch wissen sie, worum es geht, denn sie waren schon in der Vergangenheit erfolgreich."

Hartes Schicksal: Toro Rosso als Red-Bull-Versuchskaninchen

Eine gewisse Mitverantwortung tragen auch die Toro-Rosso-Piloten Gasly und Brendon Hartley, die in der verbleibenden Saison von den Japanern und Red Bull als Versuchskaninchen genutzt werden. Keine besonders dankbare Aufgabe, wie man an den vergangenen drei Rennwochenenden sieht: Hartley erhielt in Le Castellet, Spielberg und Silverstone stets eine neue Antriebseinheit und musste aus aussichtlosen Positionen wegfahren. In zehn Rennen nutzte er bereits sechs Motoren.

Und es ist gut möglich, dass das muntere Tauschen der Antriebseinheiten bei Toro Rosso weitergeht, denn wann immer Honda das Antriebspaket weiterentwickelt, hat man beim Red-Bull-B-Team so die Gelegenheit, die neuen Teile sofort auf der Rennstrecke auszuprobieren und im Fall zu überarbeiten. "Ich hoffe, dass wir innerhalb dieser Saison Updates und Verbesserungen bringen werden", sagt Tanabe.

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