powered by Motorsport.com

Petrow: "Nichts als Pech"

Witali Petrow blickt nach der Enttäuschung aus Monza optimistisch auf die verbleibenden Rennen der Saison - "Liuzzi-Manöver konnte nicht gutgehen"

(Motorsport-Total.com) - Renault-Pilot Witali Petrow rechnete sich nach Platz sieben im Qualifying beim Grand Prix von Italien in Monza einiges aus. Die Hoffnungen des Russen auf ein gutes Ergebnis wurden jedoch bereits in der ersten Schikane jäh zerstört, als HRT-Pilot Vitantonio Liuzzi mit einem optimistischen Manöver neben Mercedes-Pilot Nico Rosberg auch den Renault von Petrow aus dem Rennen nahm.

Vitantonio Liuzzi, Witali Petrow

Liuzzis HRT bereitete dem Monza-Rennen von Witali Petrow (links) ein frühes Ende

"Das war nichts als Pech für mich", zeigt sich Petrow im Videoblog von Renault enttäuscht und erklärt: "Liuzzi hat versucht, so viele Autos wie möglich zu überholen. Das konnte an dieser Stelle nicht gutgehen. Ich habe ihn nicht einmal kommen sehen, sondern nur den Einschlag im Heck gespürt. Das Rennen war damit für mich gelaufen."


Fotos: Witali Petrow, Großer Preis von Italien


Die Performance des Renault-Teams auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke im Königlichen Park von Monza wertet Petrow dennoch als Grund für Optimismus was die kommenden Rennen betrifft. "Ich denke, wir haben einen guten Grundstein gelegt. Wir haben im Verlauf des Wochenendes viele verschiedene Setup-Varianten mit unterschiedlichen Abtriebswerten probiert und stetig Fortschritte erzielt."

"Platz sieben im Qualifying war schon einmal sehr gut, aber unser Hauptaugenmerk lag auf dem Rennen", so der Russe weiter. "Wir haben das Auto auf einen hohen Topspeed getrimmt. Umso ärgerlicher ist es, dass mein Rennen schon in der ersten Kurve zu Ende war." Teamkollege Bruno Senna fuhr im Qualifying ebenfalls in die Top 10 und holte am Sonntag dank Platz neun seine ersten beiden WM-Zähler als Formel-1-Pilot. Zudem markierte der Brasilianer mit 347 km/h den höchsten Topspeed aller Piloten am Sonntag.

Petrow hat Senna auf der Rechnung

So erwartet Petrow bei den kommenden Rennen nicht nur sich selbst, sondern auch seinen Teamkollegen in den Punkterängen. "Das gesamte Team hat Fortschritte gemacht", stellt er heraus und fügt an: "Ich hoffe, das geht im letzten Teil der Saison so weiter."

In knapp zwei Wochen erwartet die Piloten mit dem Stadtkurs in Singapur allerdings eine komplett andere Herausforderung als noch in Monza. "Singapur ist völlig anders", bestätigt Petrow. "Es gibt dort eine Menge langsamer Kurven, in denen auf eine gute Traktion ankommt."

Zudem ist Singapur ein Nachtrennen, was auch die Vorbereitung völlig anders gestaltet als bei den übrigen Rennen. "Normalerweise schlafen wir nachts. Dort müssen wir tagsüber schlafen und am Abend aufstehen", sagt Petrow und erinnert daran, dass er im Rahmen seines Singapur-Auftritts im vergangenen Jahr "das Tageslicht überhaupt nicht gesehen" hat, da er früh morgens zu Bett gegangen und abends aufgestanden ist.