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Boullier: "Senna steigert sich kontinuierlich"

Teamchef Eric Boullier zieht erste Bilanz über die Leistungen von Bruno Senna - Für 2012 ist Petrow gesetzt, während die Kubica-Entscheidung noch in diesem Jahr fällt

(Motorsport-Total.com) - Renault war in Monza nach der ersten Schikane bereits auf ein Auto dezimiert. Witali Petrow wurde in die Startkollision, die von Vitantonio Liuzzi (HRT) ausgelöst wurde, mitgerissen und schied aus. Alle Augen waren danach auf Bruno Senna gerichtet. Der Brasilianer zeigte eine gute Show und kämpfte lange mit dem Toro Rosso von Sebastien Buemi um Platz neun. In der ersten Kurve gelang auch das Manöver und die Senna-Familie eroberte erstmals seit Adelaide 1993 WM-Punkte. Damals hatte Brunos Onkel Ayrton von der Pole-Position aus gewonnen.

Eric Boullier

Eric Boullier hat ein kämpferisches Rennen von Bruno Senna gesehen

Die ersten beiden Rennwochenenden bei Renault haben viele Beobachter beeindruckt. Teamchef Eric Boullier hat Nick Heidfeld gegen Senna ausgetauscht und zieht erste Zwischenbilanz. "Er schlägt sich gut und verbessert sich kontinuierlich. Es ist besser, als wir uns gedacht haben. In dieser Saison ist er zuvor überhaupt nichts gefahren und er hat auch nicht viel Erfahrung."


Fotos: Renault, Großer Preis von Italien, Sonntag


"Er hat in Spa im Regen gefangen und jetzt fuhr er hier in Monza, das auch nicht eine der einfacheren Strecken ist. In der ersten Runde war er Achter. Seine Konstanz war gut, nicht perfekt, aber gut genug. Er hat zum richtigen Zeitpunkt angegriffen. Die Strategie war nicht so schlecht. Natürlich hatten wir auch etwas Glück durch andere Zwischenfälle. Das Ergebnis ist gut für sein Selbstvertrauen."

"Ich bin jetzt nicht überglücklich, aber ich bin mit seinen Fortschritten zufrieden. Er macht einen guten Job. Von meinen Fahrern erwarte ich aber schon mehr." Ein Mitgrund für den Fahrerwechsel war, dass Boullier die Stimmung im Team ändern wollte und für neuen Schwung sorgen wollte. Ist das der Fall? "Ja definitiv", sagt der Franzose, der den Rennstall nach der Ära Briatore verändert hat.

In Monza bestätigte Boullier auch, dass Petrow für die kommende Saison gesetzt ist. Das zweite Cockpit ist noch offen. Robert Kubica ist weiterhin der Wunschkandidat. "Wir werden so lange warten, wie es uns möglich ist. Ich möchte Robert zurückhaben. Ich werde aber nicht bis zum nächsten Jahr warten, weil es mein Job ist, das Team zu leiten." Der Pole muss also bald beweisen, ob er fit genug für eine Rückkehr ist.

Wie sieht es mit Senna für 2012 aus? "Bruno hat einen Vertrag bis Jahresende", sagt Boullier. "Ich gehe davon aus, dass er sich weiter so steigert. Je mehr er fährt, desto mehr Erfahrung sammelt er, desto sicherer wird er und desto bessere Ergebnisse wird er zeigen. Es gibt noch viel zu verbessern. Man fühlt an seinen Aussagen, dass er sich bemüht und es gut machen will. Er möchte Witali herausfordern." Ein weiterer Kandidat ist GP2-Campion Romain Grosjean.

Noch stehen in der laufenden Saison sechs weitere Rennen mit der Paarung Petrow/Senna an. Der Chef gibt die Zielsetzung klar vor: "Es müssen beide Autos in jedem Rennen in die Punkte kommen. Unsere neuesten Upgrades funktionieren. Ich bin etwas erleichtert, weil wir auf Performanceseite zurückgeschlagen haben. In Singapur werden wir ein weiteres Upgrade bekommen. Das sollte uns helfen. Wir müssen den Kontakt zu den anderen Teams halten, speziell zu Mercedes."

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