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  • 08.01.2019 · 14:17

  • von S. Haidinger, Co-Autoren: R. Chinchero, S. Mitchell

Pascal Wehrlein wird Ferrari-Simulatorpilot

Pascal Wehrlein behält einen Fuß in der Formel 1: Warum der Ex-Mercedes-Mann 2019 bei Ferrari Simulatortester wird und die Scuderia seine Hilfe dringend benötigt

(Motorsport-Total.com) - Ex-Formel-1-Pilot Pascal Wehrlein wird laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' und 'Formel1.de' Simulatorpilot bei Ferrari. Der ehemalige Mercedes-Schützling klammert sich somit nach seinen zwei Formel-1-Jahren bei Manor und Sauber und einem DTM-Jahr an seine Chance in der Königsklasse des Motorsports. Parallel dazu wird der 24-jährige dieses Wochenende bei Mahindra in der Formel E debütieren, weil er erst mit Jahresende von Mercedes die Freigabe erhalten hatte.

Pascal Wehrlein © LAT
Ex-Mercedes-Pilot Pascal Wehrlein hilft 2019 Landsmann Sebastian Vettel

Dass Ferrari Wehrlein verpflichtet, erscheint logisch: Durch die Abgänge von Antonio Giovinazzi zu Sauber und Daniil Kwjat zu Toro Rosso benötigt die Scuderia dringend einen erfahrenen Piloten, der Sebastian Vettel und Charles Leclerc an den Rennwochenenden in Maranello im Simulator bei der Set-up-Arbeit hilft. Und Wehrlein, für den sich Freund Vettel offenbar persönlich einsetzte, gilt dank seiner Erfahrung, die er auch beim großen Rivalen Mercedes sammelte, als perfekte Wahl.

Gut möglich, dass Ferrari noch einen weiteren Piloten engagiert, da die Simulatorrolle immer wichtiger wird. Und mit Schanghai und Rom, Baku und Paris, Barcelona und Monaco, Monaco und Berlin sowie Le Castellet und Bern gleich fünf Rennwochenenden der Formel E mit der Formel 1 kollidieren.

Der Job sei "sehr wichtig", meinte Vettel nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi. Vor allem, wenn man sich am Freitag bei der Abstimmung verrennt. Und das sei 2018 nicht nur einmal passiert. "Gerade wenn man jung ist, ist das nicht die lustigste Arbeit an einem Freitagabend, aber sie zahlt sich aus", gab der Ferrari-Pilot zu Protokoll. "Ich bin mir sicher, dass wir jemanden finden werden, der sich rasch einfindet, damit wir auch in diesem Bereich 2019 stark aufgestellt sind."

Ursprünglich liebäugelte man auch mit einer Verpflichtung des Polen Robert Kubica, der für seine technischen Fertigkeiten bekannt ist, doch dieser wird 2019 bei Williams ein unerwartetes Comeback als Rennfahrer geben. Ferrari wird sich also weiter umschauen müssen. Ein möglicher Kandidat ist Sergei Sirotkin, der nach seinem Williams-Aus Starts in der Langstrecken-WM WEC anpeilt, aber diese möglicherweise mit einer Testfahrerolle kombinieren könnte.

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