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Pascal Wehrlein: Start in Bahrain bestätigt

Offiziell: Nach einem Spezialtraining bei Erwin Göllner in Salzburg wird Pascal Wehrlein für fit genug erklärt, den Grand Prix von Bahrain zu bestreiten

(Motorsport-Total.com) - Nach seiner fitnessbedingten Pause bei den Grands Prix in Australien und China wird Pascal Wehrlein am kommenden Wochenende in Bahrain wieder am Start stehen. "Ich brenne auf den Einsatz", sagt er in einem Interview mit der Münchner 'tz'. "Nach einem Spezialtraining in Salzburg fühle ich mich jetzt bereit."

Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein wird in Bahrain wieder an den Start gehen Zoom

Auf Vordermann gebracht wurde Wehrlein in den vergangenen Tagen von Erwin Göllner. Göllner ist in Formel-1-Kreisen spätestens seit seiner Zusammenarbeit mit Jacques Villeneuve ein Begriff, für den er in den 1990er-Jahren einen damals einzigartigen g-Kraft-Simulator gebaut hat. In einer Weiterentwicklung dieses Trainingsgeräts wurde nun auch der Sauber-Fahrer fit gemacht.

Rätselhaft bleiben weiterhin die Umstände, die zu Wehrleins Pause geführt haben. Zunächst hatte er in Barcelona getestet und das Freitagstraining in Melbourne bestritten, dann aber am Samstagvormittag überraschend für das erste Rennen zurückgezogen. "Ich war nicht fit genug", bleibt der Deutsche bei seiner ursprünglichen Darstellung. Eine Folge der beim Race-of-Champions-Crash erlittenen Verletzungen und der damit einhergehenden Trainingspause.

Aussage gegen Aussage

Doch in Schanghai dann der Knalleffekt, als Mercedes-Sportchef Toto Wolff verriet, Wehrlein habe sich beim Race of Champions "Wirbel im Halswirbelbereich gestaucht und gebrochen". Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn widersprach via 'Bild'-Zeitung: "Was Toto genau gesagt hat, weiß ich nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es richtig wiedergegeben worden ist, zumal es so auch nicht richtig ist."

"Die Verletzung", so die Österreicherin, "trifft die Brustwirbelkörper und nicht die Halswirbel. Das hat auch Pascal klargestellt beim zweiten Test in Barcelona." Was zurückbleibt, sind Widersprüche, die wiederum zu jeder Menge Spekulationen geführt haben. In der aktuellen Ausgabe des Formel-1-Talks "Starting Grid" von meinsportradio.de (Hier geht's zum Audioplayer!) wird darauf näher eingegangen.

Aber was ist nun wirklich Sache? Wehrlein sagt in der 'tz': "Durch den Überschlag wurde der Rücken extrem gestaucht und es gab drei kleine Haarrisse im Bereich der Brustwirbel. Ein Normalbürger hätte nach ein paar Tagen seinen Job wieder aufnehmen können, aber bei einem Leistungssportler ist das nicht der Fall."

Formel-1-Fahrer nicht wie ein Fußballprofi

"Das Problem ist, dass die Formel 1 nicht so funktioniert wie Fußball. Wenn ein Fußballprofi nach einer Verletzung wieder zurück im Kader ist, kann man ihn im Spiel ein- oder auswechseln und so langsam aufbauen. Das aber ist in der Formel 1 nicht möglich", erklärt er.

Christian Ebner im Simulator von Erwin Göllner

Der berühmte Formel-1-Simulator von Erwin Göllner in Salzburg Zoom

Wolff verteidigt die Kommunikationsstrategie, dass die Karten nicht von Anfang an auf den Tisch gelegt wurden: "Ich finde es immer falsch, dass man in den Medien darüber diskutiert, wenn sich jemand verletzt. Das haben wir in den vergangenen Wochen auch so gemacht. Aber jetzt haben sich die Gerüchte gemehrt, dass er einfach nicht fit genug war."

"Tatsache ist: Er hat sich einfach ziemlich verletzt bei dem Unfall. Er hat sich ein paar Wirbel gestaucht und Mikrofrakturen zugezogen", so der 45-Jährige. "Es ist an und für sich in Ordnung und gut zusammengeheilt - aber es fehlen ihm natürlich sechs Wochen Training. Er ist voll am Trainieren, hat bei Sauber die größtmögliche Unterstützung und einen guten Support auch in Österreich."

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