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Offiziell: 'CVC' kauft sich in die Formel 1 ein!

Die 'Bayerische Landesbank' ist raus, 'CVC' dafür als neuer Teilhaber drin - und Bernie Ecclestone bleibt an der 'SLEC' weiterhin beteiligt

(Motorsport-Total.com) - Schon seit heute Morgen ist bekannt, dass sich die Investmentgruppe 'CVC' in irgendeiner Form an der Formel 1 beteiligen wird, doch nun ist der Einstieg des Konzerns auch offiziell bestätigt. 'CVC' kauft sich über eine neu gegründete Firma in die 'SLEC'-Holding ein und hat damit in der Königsklasse des Motorsports künftig das Sagen.

Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone sorgt wieder einmal mit einem cleveren Schachzug für Furore Zoom

Wie angenommen haben die 'Bayerische Landesbank' (50 Prozent) und Bernie Ecclestones 'Bambino Holdings' (25 Prozent) ihre Anteile an der Formel 1 verkauft, und zwar an 'Alpha Prema'. 'Alpha Prema' wiederum gehört mehrheitlich 'CVC', doch auch 'Bambino Holdings' und Ecclestone persönlich sind daran beteiligt. Der Vorstand der neuen Firma setzt sich aus Ecclestone, der zum Geschäftsführer bestellt wurde, Gerhard Gribkowsky (derzeitiger 'SLEC'-Vorsitzender), Donald Mackenzie von 'CVC' und einem nicht namentlich genannten 'Bambino'-Mitarbeiter zusammen.#w1#

Ecclestone ein Befürworter des Verkaufs an 'CVC'

"Wir sind sehr erfreut", erklärte Ecclestone angesichts der Bekanntgabe, "dass wir mit 'CVC' nun einen Teilhaber an Bord haben, dessen langfristige Visionen Stabilität für die Teams, die Veranstalter und Hersteller schaffen werden. 'CVC' kennt sich im Motorsport aus und ist damit ein optimaler Partner für unseren Sport." Damit dürfte klar sein, dass 'CVC' kein kurzfristiges, sondern ein langfristiges Engagement plant - ähnlich wie über die Tochter 'Dorna' in der Motorrad-WM.

'CVC'-Repräsentant Mackenzie bezeichnete die Formel 1 als "aufblühend und erfolgreich", weshalb es selbstverständlich sei, alles zu unternehmen, um den einzigartigen Status der Königsklasse des Motorsports auch künftig zu erhalten. Und weiter: "'CVC' wird die Verhandlungen zwischen der Formel 1 und den Rennteams unterstützen, um eine Verlängerung des Concorde Agreements zu ermöglichen", gab der Schotte zu Protokoll.

Gribkowsky, Vorstandsmitglied der 'Bayerischen Landesbank' und gleichzeitig 'SLEC'-Vorsitzender, sagte: "Die 'Bayerische Landesbank' ist erfreut, die Anteile an einen glaubwürdigen Investor mit einer langfristigen Vision und erheblicher Erfahrung im Motorsport zu verkaufen. Mit 'CVC' als Teilhaber sowie dem fortwährenden Engagement von Bernie Ecclestone und seinem Familienfonds haben wir nun die Ressourcen, dieses Geschäft und diesen Sport zum vollen Potenzial zu entfalten", so der Deutsche.

'Alpha Prema', 'JP Morgan' und 'Lehman Brothers' haben das Sagen

Über die Details der Übernahme wurde zwischen den betroffenen Parteien Stillschweigen vereinbart, anzunehmen ist jedoch, dass das finanzielle Volumen des Deals insgesamt im Bereich von etwa einer Milliarde Euro liegt. Die 'SLEC' wird damit nun zu 75 Prozent von 'Alpha Prema' kontrolliert, während die restlichen 25 Prozent nach wie vor im Besitz von 'JP Morgan' und 'Lehman Brothers' liegen, die mittelfristig jedoch ebenfalls ausgekauft werden könnten.

Dass der schon lange im Raum stehende Verkauf der Formel-1-Anteile nun endlich über die Bühne gegangen ist, dürfte damit zu tun haben, dass 'CVC' erstens bereits Motorsporterfahrung vorweisen kann und sich zweitens zu einem langfristigen Engagement bekennt. Zuvor hatte Ecclestone nämlich eine Offerte von 'Hutchinson Whampoa' ausgeschlagen, obwohl die asiatische Investmentgruppe angeblich 1,2 Milliarden Euro für ein ähnliches Paket geboten haben soll.

Was der 'CVC'-Deal für den Streit zwischen FIA/Ecclestone auf der einen und den Automobilherstellern auf der anderen Seite bedeutet, ist noch nicht absehbar, wenngleich seitens 'CVC' natürlich ein großes Interesse daran besteht, die Formel 1 so früh wie möglich mit einem neuen Concorde Agreement aufzuwerten. Anzunehmen ist jedenfalls, dass die Fronten durch die heutige Entwicklung eher aufgeweicht als weiter verhärtet werden.

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