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Oastler: In der Qualifikation sind wir zu langsam

Der Technische Direktor von BAR spricht offen über die Probleme des Teams

(Motorsport-Total.com) - Malcolm Oastler, seines Zeichen der Technische Direktor von British American Racing, hat in seiner Halbzeitanalyse auf der teameigenen Website den größten Schwachpunkt des Rennstalls ausgemacht und erklärt, wie man diesen plant zu beheben, sowie was er von der zweiten Saisonhälfte erwartet.

Malcolm Oastler im Gespräch mit Craig Pollock

Der Technische Direktor von BAR kennt die Lösung für die Probleme des Teams

Der Australier, der ursprünglich als Designer seine ersten Erfahrungen in den 80er-Jahren im Motorsport sammelte, hat eigenen Aussagen nach in den letzten Jahren den Zeichentisch, beziehungsweise die zur Entwicklung des Designs benutzten CAD/CAM-Computer, schon lange nicht mehr aus der Nähe gesehen, sondern widmet sich mehr und mehr der Organisierung der Abläufe im Team. Seine Aufgabe ist es auch, zu erkennen, wo die Schwachstellen liegen und wie man diese schnellstmöglich beheben kann.

Die bislang einzigen Punktefinishs erreichte die Truppe aus Brackley in Brasilien, Spanien, Österreich und zuletzt in Monaco. Bisher holte man 13 WM-Punkte, hätte aber wesentlich mehr holen können, findet Oastler.

Als größten Schwachpunkt hat der Australier die Startplatzierungen von Olivier Panis und Jacques Villeneuve ausgemacht, wofür er aber nicht den Fahrern die Schuld gibt. Zwischen Startplatz 6 und 12 pendelte sich nämlich die Leistung bislang in der Qualifikation ein, was laut Oastler einfach unbefriedigend ist: "Genau das ist unser Problem. Es ist ja schön und gut, wenn wir im Rennen schnell sind, weil man dort ja auch letzten Endes die Punkte holt, aber in der Qualifikation das vorhandene Potenzial nicht auszunutzen ist wirklich unsere Schwäche."

Als Hauptproblem für die wenigen Punkte sieht der Technische Direktor den Umstand, dass man durch die schlechten Startplätze auch in den Rennen eingebremst wird: "In Kanada konnte Olivier nicht eine einzige schnelle Runde fahren. Ganz einfach, weil er aufgehalten wurde. In der heutigen Formel 1 sind Überholmanöver sehr schwer, sodass man größtenteils verdammt ist hinter seinem Vordermann hinterher zu fahren", macht er deutlich, dass man schon am Samstag das volle Leistungspotenzial entfalten muss.

Um generell Fortschritte in der Konkurrenzfähigkeit zu machen hat das Team zuletzt in Silverstone eine verbesserte Aerodynamik getestet, was aber nicht alleine ausreicht: "Wir müssen die Reifen besser zum Arbeiten bekommen", erklärt Oastler einen Ansatzpunkt, um Fortschritte zu machen, denn das Gesamtpaket ist am Samstag in der Qualifikation und am Sonntag im Rennen eigentlich identisch.

Dennoch blickt der Australier, der die Kritik an dem erst 3 Jahre jungen Team oftmals als unberechtigt empfindet, optimistisch in die zweite Saisonhälfte: "Alle Strecken, auf denen wir in der restlichen Saison fahren, sollten unserem Auto eigentlich liegen. Ich denke, dass wir überall gut unterwegs sein sollten."

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