powered by Motorsport.com

Neuer Vertrag: Rosberg dankt "cleverem" Gerhard Berger

Mit Hilfe von Gerhard Berger hat Nico Rosberg seinen Vertrag bei Mercedes um zwei Jahre verlängert - Der Ex-Pilot half, um dem WM-Führenden den Kopf frei zu halten

(Motorsport-Total.com) - Nico Rosberg hat heute seine Zukunft in der Formel 1 gesichert und die Verlängerung seines Vertrages mit Mercedes bis 2018 bekannt gegeben. "Ich habe immer gesagt, dass ich hier glücklich bin - und das Team ist glücklich mit mir. Es war klar, dass wir noch mehrere Jahre zusammen sein würden, und das ist jetzt passiert", strahlt der Wiesbadener anlässlich der Unterschrift unter den neuen Kontrakt.

Nico Rosberg

Unterschriften setzen macht Nico Rosberg in diesen Tagen am liebsten Zoom

"Ich bin sehr glücklich, weil es mein Traumteam und meine Familie abseits von zuhause ist. Wir haben eine großartige Zeit zusammen, und ich bin sicher, dass wir eine erfolgreiche Zukunft haben werden." Rosberg fährt seit 2010 für das Team aus Brackley und konnte in dieser Zeit 19 Siege einfahren. Seit 2013 ist der dreimalige Weltmeister Lewis Hamilton sein Teamkollege, mit dem es zuletzt öfters zu Spannungen kam. Dennoch bleiben beide Piloten noch mindestens zwei weitere Jahre an Bord.

Ein interessantes Detail ist dabei, dass die Verträge von beiden Piloten nach der Formel-1-Saison 2018 zeitgleich auslaufen. Es wird bereits spekuliert, dass beide Fahrer - die zu diesem Zeitpunkt 33 Jahre alt sein werden - dann einen Showdown um nur noch ein Cockpit fahren sollen. Doch das ist aus Sicht von Rosberg und Hamilton noch weit weg, denn in der Formel 1 kann viel passieren.

Eine prinzipielle Einigung zwischen Fahrer und Team gibt es bereits seit Wochen, doch bis die endgültige Unterschrift erfolgte, dauerte es eine ganze Weile. Auf die Frage, ob Mercedes den Preis nach den zuletzt gesunkenen Leistungen drücken wollte, entgegnet Rosberg: "Ha, nein! Ein zweijähriger Vertrag ist halt keine tägliche Angelegenheit. Außerdem bin ich keine Aktie an der Börse, wo der Preis raufgeht, wenn ich gewinne, und runtergeht, wenn ich weiter hinten ankomme."

"Außerdem ist das Fahrerlager kein Basar, wo man den Preis verhandelt. Wenn man im vergangenen Monat nicht genügend Punkte geliefert hat, bekommt man nicht plötzlich zwei Kamele weniger", lacht der Deutsche. Und dass Rosberg in Zukunft so viele Kamele bekommt, wie ihm zustehen, dafür hat vor allem ein Mann gesorgt: Gerhard Berger. Der Österreicher sollte den Deutschen in den Vertragsgesprächen entlasten.

"Das war die beste Entscheidung für mich", sagt Rosberg, der Berger vor allem aus zwei Gründen verpflichtet hat: "Zum einen weiß er, was er tut. Der Kerl ist clever", lobt der Deutsche und ist mit dem Ergebnis zufrieden. "Zum anderen lenken solche Verhandlungen immer ein wenig ab, weil es so eine große, wichtige Sache ist. Weil er das übernommen hat, konnte ich mich zu 110 Prozent auf das Fahren konzentrieren."

Jetzt gilt es für Rosberg, das gezeigte Vertrauen des Teams zu bestätigen. Seit dem Europaauftakt in Spanien hat Teamkollege Lewis Hamilton wieder die sportliche Oberhand und liegt nur noch einen Zähler hinter dem Deutschen in der Weltmeisterschaft. Mit freiem Kopf könnte dieser aber jetzt wieder zurückschlagen.