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Neue Herausforderung für Vettel? "Vielleicht irgendwann"

Sebastian Vettel erklärt, dass Red Bull wegen seiner Titel keinen Vorsprung hat, was er im Winter gemacht hat und welchen Namen der RB9 auf keinen Fall bekommt

(Motorsport-Total.com) - Drei Weltmeistertitel hat Sebastian Vettel nun schon in der Tasche. Mit dem neuen RB9 soll nun der nächste Streich folgen. Noch ist der Heppenheimer nicht in die Testfahrten in Jerez eingestiegen, doch das soll sich ab morgen ändern. Dann ist auch für Vettel die Winterpause endgültig Geschichte. Die Wochen seit dem packenden Saisonfinale habe er auch gebraucht, wie er bei 'ServusTV' erzählt: "Es war eine lange, harte Saison. Dann ist es wichtig, dass man danach runterkommt, um seine Batterien ordentlich aufzuladen und wieder fit durchstarten zu können."

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel möchte noch weitere Pokale in seinen Schrank stellen Zoom

"Es gibt kein großes Geheimnis, was ich da mache", so Vettel weiter. "Ich versuche, ein bisschen Abstand zu gewinnen, es mir gemütlich zu machen und die Zeit zu Hause zu genießen." Vergangenen Sonntag gab es dann für alle Vettel-Fans den ersten Auftritt ihres Idols bei der Vorstellung des neuen RB9, der im Übrigen noch auf Spitznamensuche ist: "Wir haben noch keinen Namen", erklärt Vettel, dessen Weltmeisterauto im vergangenen Jahr "Abbey" getauft wurde. "Der Name wird eigentlich immer erst ziemlich spät gefunden. In den vergangenen Jahren war das eine Woche vor Melbourne der Fall, also haben wir noch etwas Zeit zu überlegen. Jetzt muss man erst einmal ein Gefühl bekommen und sich kennenlernen."

Doch was kann nach Kinky Kylie, Randy Mandy, Lucious Liz und Abbey kommen? Vielleicht eine Widmung an die Mutter oder Oma? "Eher nicht", lacht Vettel. "Da hat man einen direkten Bezug dazu und kann nicht immer so schön darüber reden. Da nimmt man besser einen Namen von jemandem, den man vielleicht nicht kennt." Aber weg vom Namen, wichtiger ist für den Red-Bull-Piloten doch viel eher, dass sein Dienstgefährt auch 2013 so gut funktioniert, wie in den vergangenen Jahren.

Vettel sieht Luxusprobleme

Ein wichtiger Faktor dafür sind die neuen Reifen, die den einzigen Kontakt zwischen dem RB9 und der Strecke herstellen. Pirelli hat bereits angekündigt, dass diese weicher als 2012 sein sollen und somit etwa eine halbe Sekunde pro Runde schneller sind. Doch kann Red Bull davon profitieren, oder wird es eher ein Nachteil für den von Adrian Newey designten Boliden? "Das kann man noch nicht wissen", rätselt auch Vettel. "Es wird wichtig sein, ein gutes Gefühl für die Reifen zu bekommen, denn das wird 2013 die größte Änderung sein."


Fotos: Red Bull, Testfahrten in Jerez


Doch wenn Red Bull auch in diesem Jahr wieder das Maß aller Dinge sein wird, stellt sich die Frage, ob der Heppenheimer nach drei Titeln in Folge nicht langsam satt ist. Auf die Frage, ob es denn mal Zeit wäre für eine neue Herausforderung, antwortet der 25-Jährige: "Vielleicht kommt so etwas irgendwann. Generell ist so etwas ein Luxusproblem, deshalb muss man sich immer wieder kneifen und daran erinnern, wie gut man es in gewisser Weise hat."

Gerhard Berger ist auf jeden Fall überzeugt, dass Vettel mit aller Macht auch nach dem vierten Titel greifen will: "Überhaupt kein Problem, der Sebastian kommt jetzt erst richtig in Fahrt", sagt der Österreicher. "Mit drei Weltmeisterschaften ist er jeden Druck von den Schultern los. Er hat in seinen jungen Jahren schon sehr viel Erfahrung. Er hat die besten Voraussetzungen."

Ecclestone: Vettel wird Weltmeister

Mark Webber, Sebastian Vettel

Ja, wie heißt denn nun der RB9? Noch kennt keiner die Antwort Zoom

Gleichzeitig mahnt Vettel aber vor zu hohen Erwartungen und Aussagen, Red Bull hätte den nächsten Titel schon in Sack und Tüten: "Nur weil die Eins und Zwei auf dem Auto stehen, heißt das nicht, dass wir in einer besseren Ausgangsposition sind. Wir starten nicht mit einem Punktevorsprung. Im Tennis hat der Weltranglistenerste einen Puffer und kann sich erlauben, hier und dort ein bisschen schlechter abzuschneiden. Auf lang oder kurz ist es aber das Gleiche wie bei uns. Man muss konstant vorne dabei sein, um auch am Ende vorne zu sein."

Ginge es nach dem Tipp von Bernie Ecclestone, so wäre Vettel auch 2013 wieder ganz vorn dabei. Der Formel-1-Boss tippt: "Vettel wird Weltmeister vor Alonso, dann Button und Hamilton" - sehr zur Freude des Red-Bull-Piloten: "Klingt gut!", findet Vettel. "Der Anfang klingt gut, der Rest ist mir ziemlich Wurscht." Bleibt noch eine Frage: Wünscht man sich nach drei Weltmeisterschaften eigentlich manchmal das alte Leben zurück? "Das Leben in dem Sinne hat sich für mich nicht wirklich verändert", winkt der 25-Jährige ab. "Ich sehe mich als Sportler, nicht als Weltstar. Man lernt, damit umzugehen. Ich kann nach wie vor noch die Dinge machen, die ich machen will."

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