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Nach Niki Laudas Spaghetti-Spott: Toto Wolff entschuldigt sich

Toto Wolff als Chefdiplomat: Nach Niki Laudas Verbalattacke gegen Ferrari entschuldigt sich der Mercedes-Sportchef: "Wollen niemanden beleidigen"

(Motorsport-Total.com) - Im Formel-1-Team von Mercedes bemüht man sich nach Niki Laudas Verbalattacke gegen Ferrari um Schadensbegrenzung. "Wir bei Mercedes wollen niemanden beleidigen", sagt Sportchef-Toto Wolff der 'Bild'-Zeitung. "Wir respektieren Ferrari sehr und freuen uns auf spannende Duelle auf der Rennstrecke." Damit versucht Wolff den Schaden zu begrenzen, den Lauda am Dienstag angerichtet hatte.

Toto Wolff, Maurizio Arrivabene

Toto Wolff bemüht sich um ein gutes Verhältnis zu Ferrari Zoom

Da hatte der Aufsichtsratschef des Silberpfeil-Teams gegenüber der 'Bild'-Zeitung in Richtung von Ferrari gepöbelt: "Was kann Mercedes dafür, wenn die bei Ferrari nur mit Spaghetti rumschmeißen und ihr Auto nicht richtig auf die Straße stellen?" Insbesondere in Italien fand diese Äußerung des Österreichers ein breites, wenn auch wenig überraschend kein positives Echo. Nach Informationen der 'Bild' hat sich Ferrari sogar bei Mercedes über die Pöbelei Laudas beschwert.

Daher versucht Wolff nun die Wogen zu glätten. "Wir nehmen Ferrari als Herausforderer sehr ernst und müssen hart arbeiten, um unseren Vorsprung zu verteidigen", sagt er. "Dass sie nicht nur mit Spaghetti rumschmeißen, hat ihr Sieg in Malaysia gegen uns gezeigt."


Fotostrecke: F1 Backstage: Silverstone

Mit Lauda sei ein wenig das Temperament durchgegangen, als er diesen Satz gesagt habe. "Jeder kennt Nikis besondere Verbindung zu Ferrari und seine Leidenschaft für die Formel 1. Deswegen ist er bei diesem Thema auch manchmal sehr direkt und sagt Dinge, die schärfer klingen als sie eigentlich gemeint waren", versucht Wolff zu beschwichtigen.

Eines dürfte Lauda mit seiner Aussage auf jeden Fall erreicht haben: Bei Ferrari wird man nun noch motivierter sein, beim nächsten Rennen in Ungarn (26. Juli) die Antwort auf der Rennstrecke zu geben.