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Motorleistung in Interlagos nicht entscheidend

Wegen der Höhenlage von Interlagos kommt der Motorleistung am kommenden Rennwochenende weniger Bedeutung zu als sonst

(Motorsport-Total.com) - Eigentlich kurios: Trotz der drittlängsten Vollgas-Passage im Kalender und einer weiteren langen Geraden gehört der Grand Prix von Brasilien nicht zu den Veranstaltungen, bei dem Motorleistung gefragt ist. Grund dafür ist die Höhenlage der Rennstrecke.

Start in Interlagos

In Interlagos ist mechanischer Grip weit wichtiger als reine Motorleistung Zoom

Das nach dem bei einem Hubschrauber-Absturz verunglückten Ex-Formel-1-Fahrer Carlos Pace benannte Autodrom in der Nähe der Millionenstadt Sao Paulo liegt auf einer Meereshöhe von etwa 700 Metern ? vergleichbar mit dem A1-Ring in Spielberg. Die Luftdichte ist auf so einem Niveau bereits um rund zehn Prozent geringer, was auch die aerodynamischen Einflüsse und speziell die Top-Leistung der Motoren entsprechend beeinflusst.

"Motorenseitig ist es keine sehr anspruchsvolle Strecke", erklärte Denis Chevrier, ein leitender Ingenieur des Renault-Teams. "57 Prozent werden mit Vollast gefahren, was den Kurs zur weniger komplizierten Hälfte des Kalenders gehören lässt. Das Hauptkriterium ist aber die Höhenlage von 700 Metern, die ? genau wie in Zeltweg ? für einen niedrigeren atmosphärischen Druck sorgt." Man müsse mit den Elektronik-Einstellungen herumspielen, um sich daran anzupassen.

Darüber hinaus erklärte der Franzose, warum die Motoren nicht ihr volles Potenzial entfalten werden: "Die Triebwerke erzeugen weniger PS-Leistung, weil bei derselben Menge Luft der Prozentsatz an Sauerstoff geringer ist." Pat Symonds sprach von zehn Prozent weniger Druck als beispielsweise in Melbourne oder Malaysia, was ungefähr einem Leistungsdefizit im niedrigen zweistelligen PS-Bereich entsprechen dürfte.

"Die Strecke", fuhr Chevrier dann fort, "hat eine 17 Sekunden lange Gerade, aber auch ein kurvenreiches und enges Infield mit langsamen Kurven. Das Drehzahlband wird da von ganz unten bis ganz oben ausgefahren. Das wiederum bedeutet, dass verschiedene Komponenten nicht in allen Bereichen der Runde auf gleiche Weise ansprechen. Für uns heißt das, dass ein Motor, der in allen Drehzahlbereichen stark ist, wichtig ist."

Grundsätzlich kommt es in Interlagos aber nicht so sehr auf den Motor an, weil ein Defizit an Pferdestärken und Top-Speed mit flacher eingestellten Flügeln leichter wettgemacht werden kann als auf anderen Strecken. Auch das hängt mit der Höhenlage zusammen, da die aerodynamischen Kräfte um rund zehn Prozent weniger intensiv sind und der Flügeleinstellung weniger Bedeutung zukommt als beispielsweise in Malaysia.

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