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  • 15.12.2015 · 19:41

  • von Mario Fritzsche & Dominik Sharaf

Motorenreglement ab 2017: Honda als Zünglein an der Waage?

Um den im Raum stehenden Alternativmotor zu verhindern, wollen Mercedes, Ferrari und Renault an einem Strang ziehen - Wird Honda zum Spielverderber?

(Motorsport-Total.com) - Um den Plan für die Einführung des seitens der Werke ungeliebten Alternativmotors für die Formel-1-Saisons ab 2017 zu vereiteln, könnten sich Mercedes, Ferrari und Renault auf andere Wege verständigen, um die Entwicklungskosten künftig in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Beschlossen ist noch nichts, aber die drei großen in der Formel 1 engagierten Hersteller haben dem Vernehmen nach drei große Wünsche.

Honda

Wird Honda zum Spielverderber für die Pläne der gegnerischen Hersteller? Zoom

Zum einen könnte die Lebensdauer der aktuellen V6-Turbo-Aggregate soweit erhöht werden, dass ein Fahrer mit nur noch drei Motoren über die Saison kommt. Mittels weniger anspruchsvoller Technologien und Materialien soll es möglich werden, bis zu sieben Rennwochenenden lang mit ein und demselben Motor zu fahren.

Zudem könnten sich die Hersteller auf ein "Freeze" bestimmter Komponenten einigen. Dabei geht es vor allem um Teile des Antriebsstrangs, die nach Einführung zu Beginn der Saison 2014 nun ein entsprechendes Reifestadium erreicht haben und für die es nicht länger lohnt, teure Entwicklung zu betreiben.

MGU-H künftig vom Einheitslieferanten?

"Ein Verzicht auf die MGU-H würde mit einem Rückgang der Effizienz einhergehen." Mercedes-Motorenchef Andy Cowell

So könnte im Sinne der Kosten zum Beispiel die MGU-H künftig von einem Einheitshersteller bezogen werden. "Meiner Meinung nach ist die MGU-H ein wesentlicher Bestandteil im Zusammenhang mit der Effizienz eines Antriebsstrangs", sagt Mercedes-Motorenchef Andy Cowell und schlussfolgert: "Ein Verzicht auf die MGU-H würde mit einem Rückgang der Effizienz einhergehen."

Diesen Rückschritt in Sachen Effizienz wären die großen Hersteller offenbar bereit einzugehen, um das Thema eines kostengünstigen Alternativmotors vom Tisch zu wischen. Nach Informationen von 'Motorsport.com' haben sich Mercedes, Ferrari und Renault bei einer Zusammenkunft vor wenigen Wochen bereits darauf geeinigt, die Entwicklungskosten für die teure MGU-H künftig einzusparen.

Honda auf Konfrontationskurs?

Doch das Vorhaben, diese Idee in Form einer Regeländerung durchzudrücken, scheiterte an Honda. Für die Japaner, so wird spekuliert, ist die - wenn auch zeitaufwändige - Entwicklung auf dem Gebiet der Hybridtechnik nicht zuletzt einer der Gründe, warum sie nach jahrelanger Abwesenheit in die Formel 1 zurückgekehrt sind.

Bis zum 15. Januar 2016 haben die Hersteller nun Zeit, sich auf eine Anpassung des Motorenreglements für die Zukunft zu einigen. Die FIA muss dann entscheiden, ob das Reglement tatsächlich dahingehend geändert wird oder nicht. Das letzte Wort ist wie so oft noch lange nicht gesprochen...

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