GP Monaco

Monaco-Donnerstag in der Analyse: Neuer Andretti-Ärger

Formel-1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Eklat um Andretti +++ Max Verstappen erstmals seit langer Zeit "unter Druck"? +++ Norris vor Monaco angriffslustig +++

19:53 Uhr

Der Donnerstag in der Analyse

Das war es an dieser Stelle vom Medien-Donnerstag in Monaco, aber für euch geht es natürlich noch weiter! Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll melden sich jetzt live auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de mit ihrer Tagesanalyse und den folgenden Themen:

-McLaren im Senna-Design
-Favoriten & Chancen
-Marko-Interview
-Eklat um Andretti
-Urteil Schumacher vs. Funke
-Fragen der Kanalmitglieder

Wir melden uns hier morgen mit einer neuen Tickerausgabe zurück. FT1 beginnt um 13:30 Uhr, FT2 um 17:00 Uhr und dazwischen gibt es die Pressekonferenz der Teamchefs. Viel Spaß jetzt noch mit unserer Analyse und bis dann!



19:44 Uhr

Hamilton: Ein letzter Sieg mit Mercedes "nicht realistisch"

Kann Lewis Hamilton mit Mercedes noch einen letzten Sieg feiern, bevor er 2025 zu Ferrari wechselt? "Darauf arbeiten wir hin, aber im Moment ist das nicht realistisch", gesteht der Rekordweltmeister.

"Ich weiß nicht, wie sich das Jahr entwickeln wird", betont er jedoch auch, denn es sei nicht absehbar, wer sich noch wie stark weiterentwickeln werde. "Aber was ich sagen kann, ist, dass wir weiterhin pushen", versichert er.

"Ich habe keine Kristallkugel, also habe ich keine Ahnung, wie das Jahr enden wird. Aber die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten und wie wir weiterhin konzentriert und motiviert bleiben, ist für mich sehr inspirierend", so Hamilton.

Passend dazu antwortet er übrigens auf die Frage, ob er in diesem Jahr eher noch einmal auf dem Podium stehen oder Italienisch lernen werde: "Im Moment ist ein Platz auf dem Podium wohl die unwahrscheinlichere Variante ..."


19:21 Uhr

Wie umgehen mit roten Flaggen?

Es ist ein altbekanntes Problem in Monaco: Wenn am Ende des Qualifyings ein Fahrer eine rote Flagge auslöst, kann sich niemand mehr verbessern. Deswegen kam es bereits vor, dass Fahrer im Verdacht standen, bewusst eine rote Flagge verursacht zu haben.

"Es gab eindeutige Fälle auf Straßenkursen, wo wir Fahrer Leute gesehen haben, die absichtlich rote Flaggen auslösten", erklärt Carlos Sainz und betont: "Die FIA war vielleicht nicht so überzeugt davon, dass sie absichtlich sind, aber als Fahrer wissen wir, was absichtlich ist und was nicht."

Daher wurde in der Vergangenheit mehrfach darüber diskutiert, automatisch die schnellste Rundenzeit eines Fahrer zu streichen, wenn dieser eine rote Flagge verursacht. "Wir haben in den vergangenen Jahren versucht, in diese Richtung zu pushen", erklärt Sergio Perez.

"Aber es scheint nicht zu passieren", zuckt er die Schultern und Sainz sagt in Richtung der FIA: "Es wird also interessant sein zu sehen, mit welchem Ansatz sie in dieses Wochenende gehen."


19:07 Uhr

Norris: Denke nicht an die Weltmeisterschaft

Der McLaren-Pilot wurde in seiner Medienrunde noch einmal auf die WM-Situation angesprochen und hat betont: "Ich liege etwa 60 Punkte hinter Max. Es ist ein langer, langer Weg bis dahin. Ich denke definitiv nicht daran."

Zudem ändere sich durch seine zuletzt guten Ergebnisse auch nichts. "Wir haben in den letzten vier Wochen überhaupt nicht darüber nachgedacht. Man konzentriert sich darauf, ein gutes Ergebnis zu erzielen, und die Dinge ergeben sich von selbst", so Norris.

Er erinnert: "Wir haben an den ersten Wochenenden [in der WM] viel verloren." Gleichzeitig sei aber auch erst rund ein Drittel der Saison vorbei. "Es gibt also viele Möglichkeiten für uns", weiß Norris.

Heißt: Er denkt zwar nicht über die WM nach. Aber gleichzeitig schließt er auch nicht aus, dass McLaren mit guten Ergebnissen doch noch einmal ganz vorne angreifen kann.


18:54 Uhr

Albon exklusiv: So sehe ich meine Zukunft bei Williams

In Monaco hat sich meine Kollegin Amanda Curi heute exklusiv mit dem Williams-Piloten zu einem Interview zusammengesetzt und über dessen Zukunft gesprochen - aber auch über aktuelle Dinge und ein paar Themen abseits der Formel 1.

So geht es unter anderem um Unterstützung für seinen strauchelnden Williams-Teamkollegen Logan Sargeant und seine neue Modelinie. Das komplette Interview findet ihr hier!

Alexander Albon Williams Williams F1 ~Alexander Albon (Williams) ~

18:46 Uhr

Russell: Das macht Mercedes Hoffnung

Die Silberpfeile warten 2024 noch immer auf ihren ersten Podestplatz. Auf die Frage, wie gut der Mercedes bei niedrigen Geschwindigkeiten sei, antwortet George Russell, man habe schon die ganze Saison Schwierigkeiten, "die Balance zwischen hoher und niedriger Geschwindigkeit zu finden."

"Entweder sind wir bei niedrigen Geschwindigkeiten recht konkurrenzfähig und haben bei hohen Geschwindigkeiten Probleme oder umgekehrt", so Russell. Weil es in Monaco aber nur langsame Abschnitte gibt, könnte Mercedes das helfen.

"Wir hoffen also, dass wir mit relativ konstanten Kurvengeschwindigkeiten auf dieser Strecke etwas konkurrenzfähiger sein sollten", so der Brite. In den vergangenen Jahren tat sich Mercedes in Monaco allerdings immer schwer.

Seit dem Sieg von Lewis Hamilton in der Saison 2019 stand man dort nicht mehr auf dem Podium.


18:02 Uhr

Perez: Imola abhaken und weitermachen

In seiner Medienrunde hat sich nun auch der Mexikaner selbst zu seinem schwachen Imola-Wochenende geäußert und erklärt: "Imola war schwierig, und das war's. Ich denke, es ist wichtig, diese schlechten Tage in meiner Saison zu reduzieren."

Zuvor sei es jedoch "eine tolle Saison" gewesen, weshalb er klarstellt: "Ich befinde mich in einer großartigen Form und bin wirklich glücklich und konkurrenzfähig mit dem Auto. Es gibt keinen Grund, warum wir den Schwung nicht beibehalten sollten."

Sorgen um seine Zukunft scheint er sich auf jeden Fall nicht zu machen. Im Hinblick auf einen neuen Vertrag erklärt er: "Es wurde noch nichts unterschrieben. Im Moment liegt der Fokus aber sowieso nicht auf meinem Vertrag, sondern auf diesem Wochenende."

Denn das soll besser als im Vorjahr laufen, als Perez in Monaco im Qualifying in Q1 crashte und am Ende ohne Punkte blieb.


17:47 Uhr

Piastri: Dürfen jetzt nicht abheben

Der Australier wurde in seiner heutigen Medienrunde gefragt, ob McLaren inzwischen so schnell sei, dass man womöglich noch in den WM-Kampf eingreifen könne? "In diesem Jahr glaube ich es nicht", stellt er klar.

"Es wird sehr schwer werden, vor allem für mich in der Fahrermeisterschaft. Ich weiß nicht einmal, wo ich stehe. Ich liege weit zurück. Darauf konzentriere ich mich also überhaupt nicht", stellt Piastri klar.

"In der Konstrukteurswertung ist es natürlich möglich, wenn wir beide Woche für Woche gute Punkte holen. Aber auch hier haben wir erst an zwei Wochenenden um den Sieg kämpfen können", erinnert er.

"Wir müssen erst sicherstellen, dass wir das konstant tun können. Und wenn man das schafft", so Piastri, dann komme alles andere ganz von alleine. "Also konzentrieren wir uns zuerst darauf, schnell zu sein", betont er.

In der Fahrer-WM ist der Australier aktuell Sechster mit mehr als 100 Punkten Rückstand auf Max Verstappen. Bei den Konstrukteuren ist McLaren ebenfalls mit mehr als 100 Zählern Rückstand auf Red Bull Dritter.


17:32 Uhr

Sainz: Monaco bleibt unerreichbar

Vorhin haben wir ja schon von Daniel Ricciardo gehört, dass Monaco seiner Meinung nach unbedingt im Kalender bleiben muss. Das sieht auch Carlos Sainz so, der betont, dass auch Las Vegas und Co. nicht an die Traditionsstrecke herankommen.

Er erklärt: "Es tut mir leid für die anderen, aber ich glaube, dass niemand Monaco schlagen kann und es auch nie wird." Lediglich das Rennen selbst sei "manchmal ein bisschen langweilig", räumt er ähnlich wie Ricciardo ein.

So würde es Monaco zu einer "noch besseren Strecke" machen, wenn es mehr Überholmöglichkeiten gebe, so Sainz. Doch in Sachen Glamour und Show sei Monaco Las Vegas und Co. noch immer weit voraus.


17:18 Uhr

Heute vor 20 Jahren ...

... gewann Jarno Trulli den Großen Preis von Monaco 2004. Die Besonderheit dabei: Es war Trullis erster Formel-1-Sieg - und sollte auch sein einziger Triumph bleiben.

Tatsächlich gab es in der Geschichte der Königsklasse bislang mehrere Piloten, die auf keiner anderen Rennstrecke als Monaco gewinnen konnten.

Könnt ihr alles detailliert in diesem Artikel meines Kollegen Norman Fischer nachlesen!

Jarno Trulli Flavio Briatore  ~Jarno Trulli und Flavio Briatore ~

17:07 Uhr

Sainz weniger optimistisch als Leclerc

Wir bleiben eben beim Spanier. In der Pressekonferenz hat Leclerc ja vorhin erklärt, dass Ferrari auf jeden Fall im Kampf um die Pole dabei sein sollte. Sein Teamkollege ist da aktuell nicht so optimistisch.

Er erklärt: "Niedrige Geschwindigkeiten waren in diesem Jahr nicht unsere Stärke, deshalb bin ich in dieser Hinsicht etwas vorsichtiger. Die Qualifying-Runde war in diesem Jahr auch nicht unsere Stärke. Und wir wissen, wie wichtig das in Monaco ist."

Er sei deshalb etwas vorsichtiger, "aber das bedeutet nicht, dass wir den Sieg nicht anstreben", stellt er auch klar. Denn tatsächlich gebe es zwischen Ferrari, Red Bull und McLaren seiner Meinung nach keinen klaren Favoriten.

"Ich denke, wir werden sehr eng beieinander sein. Wir beginnen diese Woche unter gleichen Bedingungen, und es wird darauf ankommen, wer sein Auto besser an die Straße anpasst", so Sainz.


16:52 Uhr

Sainz: Lasse mich nicht unter Druck setzen

Gerüchteweise hat Carlos Sainz nur noch bis Ende des Monats (also gut eine Woche) Zeit, um das Angebot von Audi für einen Vertrag ab 2025 anzunehmen. Doch er selbst stellt klar, er werde sich nicht unter Druck setzen lassen.

Er bestätigt die Audi-Deadline zwar nicht konkret, betont jedoch: "Ich werde mir so viel Zeit lassen, wie ich brauche." Schließlich sei es ein wichtiger Vertrag in seiner Karriere, weshalb er sich sicher sein wolle, die richtige Entscheidung zu treffen.

"Macht euch keine Sorgen", sagt er in Richtung der anwesenden Journalisten und erklärt: "Ich werde alle Möglichkeiten in Betracht ziehen und die richtige Entscheidung treffen. Ich kann nur sagen, wenn ich mich erst einmal entschieden habe, wird alles sehr schnell gehen."

Aktuell gebe es aber noch keine Entscheidung.


16:36 Uhr

Sargeant: Ist nicht leicht ohne Upgrades ...

Der US-Amerikaner kämpft weiterhin um seine Zukunft - und das teilweise mit stumpfen Waffen. Denn in seiner heutigen Medienrunde hat er verraten, dass Teamkollege Alexander Albon häufig Updates am Auto habe, die er erst später bekomme.

"Ich denke, ich habe jedes Wochenende eine Chance [Albon zu schlagen]", betont er, merkt jedoch an: "Gleichzeitig ist es schwierig, wenn einige Upgrades für ihn kommen." Auch in Monaco seien die beiden Williams-Autos wieder unterschiedlich.

Wie viel Rundenzeit das ausmache, das wisse er aktuell noch nicht, so Sargeant, der ebenfalls nicht sagen kann, wie oft es vorkomme, dass Albon ein besseres Auto als er habe. "Ich führe keine Liste", schmunzelt er.

Klar ist aber, dass auch Monaco wieder ein schwieriges Wochenende für ihn werden könnte.


16:21 Uhr

Red Bull in Monaco mit speziellem Heckflügel

Red Bull lässt im Duell gegen McLaren und Ferrari nichts unversucht: Das Team hat sich entschieden, in Monaco einen Heckflügel mit maximalem Abtrieb einzusetzen, um sich von der Konkurrenz wieder ein Stück abzusetzen.

Warum ist das so besonders? Obwohl es die Anforderungen des kurvenreichen Stadtkurses nahelegen, nach dem höchstmöglichen Abtrieb zu streben, entscheiden sich aufgrund der Kostenbeschränkungen nur die wenigstens Teams für die Herstellung von spezieller Teile mit hohem Abtrieb.

Viele Teams bevorzugen stattdessen eine kostengünstigere Lösung, die nicht so extrem ist, aber auch für andere Strecken mit mittlerem bis hohem Anpressdruck geeignet ist. Alle Hintergründe könnt ihr hier nachlesen!


Fotos: F1: Grand Prix von Monaco, Technik



16:07 Uhr

Stroll: Bin noch immer komplett motiviert

Der Kanadier macht auf viele Beobachter teilweise einen lustlosen Eindruck und wirkt manchmal so, als hätte er überhaupt keine Lust mehr auf die Formel 1. Solchen Behauptung hat er in seiner heutigen Medienrunde eine klare Absage erteilt.

Stroll war für seine Verhältnisse ziemlich redselig und hat erklärt, er gebe "auf jeden Fall" weiterhin alles und freue sich, "an diesem Projekt mitzuwirken." Stroll stellt klar: "Ich bin der wettbewerbsorientierteste Mensch, den ich kenne."

"Ich bin die erste Person, die an einem Tag, an dem es nicht so gut läuft, hart mit sich ins Gericht geht", so Stroll, der betont, gleichzeitig sei er extrem glücklich, "wenn ich einen tollen Tag habe."

Das habe sich in seiner ganzen Zeit in der Formel 1 nie geändert. "Dieses Gefühl treibt mich immer noch an, weiterzumachen", betont er. Klingt also nicht danach, dass er sein Aston-Martin-Cockpit bald räumen wird.


15:53 Uhr

Verzögerungen beim Aufbau

So sollte das an einem Donnerstag eigentlich nicht aussehen ... Weil am vergangenen Wochenende noch in Imola gefahren wurde, sind einige Teams mit dem Aufbau ihres Motorhomes in Monaco heute noch nicht fertig.

Das Problem ist, dass der Aufbau in Monaco besonders schwierig ist und länger dauert, weil alles so eng ist und es kaum Platz gibt. Da hilft der Zeitdruck durch die Back-to-Back-Situation natürlich auch nicht.

So sah es vorhin noch bei McLaren aus, und auch andere Teams waren zu Beginn des Medientages mit dem Aufbau noch nicht fertig.

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