GP Monaco

Monaco-Donnerstag in der Analyse: Neuer Andretti-Ärger

Formel-1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Eklat um Andretti +++ Max Verstappen erstmals seit langer Zeit "unter Druck"? +++ Norris vor Monaco angriffslustig +++

08:26 Uhr

Medientag

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Formel-1-Livetickers. Das Rennen in Imola steckt uns noch so ein bisschen in den Knochen, da beginnt heute bereits das nächste Grand-Prix-Wochenende.

Der legendäre Monaco-GP startet heute mit dem Medientag. Heißt: Uns erwarten im Verlauf des Tages unter anderem zahlreiche Medienrunden, die PK der Fahrer (14:30 Uhr), und hier im Ticker seid ihr wie gewohnt ganz nah dran am Geschehen im Paddock.

Ruben Zimmermann begleitet euch heute durch den Tag und bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden könnt ihr unser Kontaktformular verwenden. Außerdem findet ihr uns auf Facebook, X, Instagram und YouTube. Auf geht's!

Hier gibt es unseren gestrigen Liveticker noch einmal zum Nachlesen!


08:35 Uhr

Verstappen erstmals seit langer Zeit "unter Druck"?

Das glaubt zumindest Lando Norris, der den Weltmeister in Miami schlagen konnte und in Imola auch wieder ganz dicht dran war. "Es ist schön zu wissen, dass es nicht einfach für ihn war", sagt der McLaren-Pilot gegenüber Sky.

"Es ist an der Zeit, dass ihn jemand unter Druck setzt [...], denn ich bin sicher, dass er das schon eine Weile nicht mehr gespürt hat", so Norris, der betont: "Ich will nicht zu selbstbewusst sein, das war ich noch nie."

Aber er gehe jetzt "zuversichtlich" in die nächsten Rennen, denn: "Ich habe es satt, dass ich unterschätze, was wir als Team erreichen können. Wir gehen also positiv in das Rennen [in Monaco]."

"Wir haben eine sehr gute Serie von Ergebnissen erzielt - Zweiter, Erster, Zweiter", erinnert er und betont angriffslustig: "Es gibt keinen Grund, warum wir das hier in Monaco nicht fortsetzen sollten."

Das Fürstentum sei zwar "nicht dafür bekannt, dass es unsere beste Strecke ist, aber gleichzeitig kann alles passieren", so Norris.


08:48 Uhr

Ohne Max Verstappen ...

... wäre Lando Norris übrigens voll drin im Kampf um die Weltmeisterschaft! Mehr dazu in unserer Fotostrecke:


Fotostrecke: Alternative Formel 1: So wäre die Saison 2024 ohne Max Verstappen


09:00 Uhr


09:00 Uhr

Spezialhelm

Und gleich noch einmal Lando Norris. Gestern haben wir ja schon den Monaco-Spezialhelm von Teamkollege Oscar Piastri im Senna-Design gesehen. Nun hat auch der Brite seinen Helm vorgestellt, der ebenfalls in den Senna-Farben daherkommt.

So sieht das gute Stück aus:


09:18 Uhr

Palmer: Sainz die logischste Option für Red Bull

Natürlich bewegt uns auch der Fahrermarkt weiterhin. Viele Piloten haben noch immer keinen neuen Kontrakt für 2025 unterschrieben. Unter anderem ist auch die Zukunft von Sergio Perez weiterhin unklar.

Der Mexikaner hatte in Imola ein schwieriges Wochenende und Experte Jolyon Palmer schreibt in seiner Kolumne für F1.com, dass man sich bei Red Bull womöglich die Frage stelle, ob man mit Perez weitermachen sollte?

Denn auf dem Markt sind aktuell zahlreiche Fahrer, und Palmer schreibt: "Die naheliegendste Option für Red Bull wäre Carlos Sainz, der Ferrari am Ende des Jahres verlässt."

"Imola war nicht sein stärkstes Wochenende, aber Carlos hatte einen großartigen Start in das Jahr, und er hat in den vergangenen zwölf Monaten zwei Rennen im Ferrari gewonnen", erinnert er.

"In vielerlei Hinsicht könnte Sainz die perfekte Besetzung für eine Rückkehr zu Red Bull sein", glaubt Palmer. Allerdings sieht es aktuell eher danach aus, dass der Spanier bei Audi unterschreiben wird.


09:27 Uhr

Aus dem eigenen Nachwuchs ...

Wenn Palmer von einer "Rückkehr zu Red Bull" spricht, dann meint er damit natürlich, dass Carlos Sainz aus dem Nachwuchsprogramm der Bullen kommt und sein Formel-1-Debüt einst für Toro Rosso gab.

Im A-Team der Bullen ist der Spanier (bislang) allerdings nie gefahren. Mehr dazu in unserer Fotostrecke:


Fotostrecke: Red-Bull-Junioren in der Formel 1


11:17 Uhr

Neuer Andretti-Ärger

Wir melden uns mit einer - sollte sie so stimmen - ziemlich explosiven Geschichte zurück im Ticker. Denn Mario Andretti hat nun in einem Interview behauptet, dass Liberty-Boss Greg Maffei ihm gedroht habe, persönlich dafür zu sorgen, dass er einen Formel-1-Einstieg von Andretti verhindern werde.

Gegenüber NBC berichtet der Formel-1-Weltmeister von 1978, er habe sich im Rahmen des Rennens in Miami Anfang Mai gerade mit Formel-1-Boss Stefano Domenicali unterhalten, als Maffei auf ihn zugekommen sei.

"Herr Maffei schaltete sich in das Gespräch ein und sagte: 'Mario, ich möchte dir sagen, dass ich alles in meiner Macht stehende tun werde, um zu verhindern, dass Michael in die Formel 1 kommt'", berichtet Andretti.

Gemeint ist Marios Sohn Michael Andretti, der weiterhin versucht, einen Startplatz in der Königsklasse zu bekommen. "Ich konnte es nicht glauben. [...] Ich wusste nicht, dass es etwas so Persönliches ist", so Andretti.

Ein offizielles Statement von Maffei oder Liberty Media gibt es zu dem Vorfall nicht.


11:28 Uhr

Alles Gute!

Glückwünsche gehen raus an Rubens Barrichello, der heute seinen 52. Geburtstag feiert. Mit elf Grand-Prix-Siegen und zwei Vizeweltmeisterschaften gehört der ehemalige Teamkollege von Michael Schumacher bis heute zu den erfolgreichsten Formel-1-Piloten, die nie den WM-Titel gewonnen haben.

Mehr dazu in unserer Fotostrecke:


Fotostrecke: Die 10 erfolgreichsten Piloten ohne WM-Titel


11:45 Uhr

Marko vermutet: Ferrari in Monaco Red Bulls Hauptgegner

Obwohl man zuletzt vor allem von McLaren unter Druck gesetzt wurde, vermutet Helmut Marko, dass in Monaco eher Ferrari der große Gegner der Bullen werden könnte - und das aus einem ganz einfachen Grund.

"Ich denke, der Ferrari wird in Monte Carlo eine größere Herausforderung sein als der McLaren, denn es geht nur um das Qualifying", erinnert Marko an die Besonderheit der Strecke, auf der man fast nicht überholen kann.

Und im Qualifying sieht er Ferrari aktuell offenbar noch etwas vor McLaren, wobei sich das Team in Woking auch in dieser Hinsicht zuletzt gesteigert hat.

Belegte Ferrari im Qualifying in Miami noch P2 und P3, war McLaren zuletzt in Imola erster Red-Bull-Verfolger in der Qualifikation. Vermutlich muss Red Bull also beide Teams auf dem Zettel haben.


11:54 Uhr

Heckflügel in Monaco

In Monaco wird an diesem Wochenende mit maximalem Abtrieb gefahren. Heißt: Die Heckflügel sind größer als auf jedem anderen Kurs im Formel-1-Kalender. Einen Vorgeschmack gibt es hier schon einmal auf ersten Bildern von der Strecke:


13:06 Uhr

Glock: Perez macht "immer wieder Fehler"

Vorhin haben wir ja schon von Jolyon Palmer leichte Kritik an Sergio Perez gehört. Und damit ist der ehemalige Formel-1-Pilot nicht der einzige Experte, der die jüngsten Leistungen des Mexikaners kritisch sieht.

Timo Glock erklärt zum Beispiel bei Sky: "Das Paket [von McLaren] ist momentan stark genug, um Max Verstappen unter Druck zu setzen. Und der Vorteil ist: Sie haben zwei Fahrer, die da vorne reinfahren."

"Sergio Perez ist derjenige, der immer wieder Federn lässt, immer wieder Fehler macht und Max Verstappen so ein bisschen als alleinigen Kämpfer vorne lässt", kritisiert der langjährige Formel-1-Pilot.

Und auch Ex-Weltmeister Mika Häkkinen schreibt in seiner Kolumne für Unibet: "Auf diesem Wettbewerbsniveau braucht jedes Team beide Fahrer, die das Maximum aus sich herausholen und sich auch gegenseitig unterstützen."

"Ich glaube, McLaren hat das mit Lando [Norris] und Oscar Piastri, Ferrari mit Charles Leclerc und Carlos Sainz", so Häkkinen. Bei Red Bull habe dagegen zuletzt nur Max Verstappen konstant abgeliefert.

Nicht die beste Situation für Perez, der aktuell um einen neuen Vertrag kämpft ...


13:21 Uhr

Hülkenberg: Gute Chance auf Punkte in Monaco?

Der Deutsche schaffte es bei den vergangenen drei Rennen im Qualifying jeweils in Q3. Und weil die Qualifikation in Monaco bereits die halbe Miete ist, sollte er an diesem Wochenende eigentlich eine gute Chance auf Punkte haben.

"Ich denke, auf dem Papier könnte man das so sagen", so Hülkenberg, der jedoch auch anmerkt: "Aber ich kenne Monaco [...] und ich weiß, dass ich auch das Vertrauen in das Auto und eine gute Harmonie finden muss, um es zu schaffen."

"Es ist hier nie einfach, eine gute Runde zu fahren und mit der Runde zufrieden zu sein. Es ist eine extreme Herausforderung. Ich fühle mich bereit dafür, aber ich habe Respekt davor", betont Hülkenberg.

Die Bilanz von Haas in Monaco war in den vergangenen Jahren übrigens ziemlich überschaubar. Seit 2019 konnte das US-Team im Fürstentum nicht mehr punkten. Trotzdem ist Hülkenberg vorsichtig optimistisch.

Es gebe nämlich "einige Anzeichen" dafür, dass es in diesem Jahr besser laufen sollte. "Das Auto ist dieses Jahr ganz anders als letztes Jahr. Vor allem in den Bereichen, in denen wir Probleme hatten, ist es jetzt ganz anders", erklärt er.

Mal schauen, wie weit es am Samstag (und damit vermutlich auch am Sonntag) nach vorne geht.


13:37 Uhr

Magnussen: Vertragssituation macht mir keine Sorgen

Wir bleiben eben bei Haas, weil Hülkenberg und Magnussen heute die ersten beiden Fahrer waren, die sich in ihrer jeweiligen Medienrunde den anwesenden Journalisten gestellt haben. Der Däne hat dabei auch über seine Zukunft gesprochen.

Denn anders als Hülkenberg hat er für 2025 noch keinen Vertrag in der Tasche. Er betont: "Ich will nächstes Jahr hier sein, also gibt es immer diesen zusätzlichen Druck, weil man weiß, dass es in der Formel 1 nur ein paar schlechte Rennen braucht, und dann ist dein Marktwert abgerutscht."

"Es ist wahr, dass man nur so gut ist wie sein letztes Rennen. Deshalb ist es in dieser Zeit sehr wichtig, dass man Leistung bringt", weiß Magnussen, der im Rennduell gegen Hülkenberg aktuell mit 1:6 zurückliegt. Auch bei den WM-Punkten steht es 6:1 für den Deutschen.

Trotzdem betont Magnussen: "Ich bin nicht gestresst wegen dieser Dinge, aber ich will Punkte holen, denn wir haben dieses Jahr ein gutes Auto." Und er habe das Gefühl, in diesem Jahr schon einige Chancen verpasst zu haben.

Seinen bislang einzigen Zähler holte er als Zehnter in Melbourne.


13:50 Uhr

Bottas: Vowles macht "einen guten Job" bei Williams

Apropos 2025: Auch Valtteri Bottas hat noch keinen neuen Vertrag für das kommende Jahr unterschrieben, doch zuletzt deutete es bei ihm auf eine Rückkehr zu Williams hin. "Momentan habe ich nichts unterschrieben", stellt er in seiner heutigen Medienrunde klar.

Er sei sich aber noch immer zu "99 Prozent" sicher, dass er auch im kommenden Jahr in der Formel 1 fahren werde. Spannend wird es dann am Ende seiner Medienrunde, als er konkret auf Williams und Teamchef James Vowles angesprochen wird.

Den kennt er ja noch aus gemeinsamen Mercedes-Tagen, und Bottas erklärt: "Ich denke, sie sind auf dem richtigen Weg. Er weiß mit Sicherheit, was ein Team braucht, um an der Spitze zu stehen."

"Als ich sah, dass er Teamchef von Williams wurde, wusste ich immer, dass das eine gute Nachricht für das Team ist, denn ich kenne den Mann und weiß, was er kann. Bis jetzt hat er meiner Meinung nach gute Arbeit geleistet", so Bottas.

Klingt jetzt zumindest nicht danach, dass er Williams für einen schlechten Arbeitgeber hält ...


14:00 Uhr

Regen in Monaco

Kleines Wetterupdate aus dem Fürstentum: In Monaco regnet es. Die Formel 3 fährt dort heute bereits ihr Training, und die 45-minütige Session musste nach mehreren Unfällen insgesamt dreimal unterbrochen werden.

Auch bei der Formel 1 könnte es an diesem Wochenende an den kommenden Tagen nass werden. Mehr dazu wie immer in unserer großen Wetterprognose!