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Minardi: Giovinazzi würde in meinem Team Stammfahrer sein

Giancarlo Minardi findet, dass GP2-Vize Antonio Giovinazzi ein Formel-1-Cockpit verdient hätte: Hätte er sein Team noch, würde der Italiener 2017 dort fahren

(Motorsport-Total.com) - Antonio Giovinazzi hat die Formelsport-Welt 2016 in Staunen versetzt. Der Italiener beeindruckte in seiner ersten Saison in der GP2-Serie und hätte mit dem neuen Team Prema beinahe auf Anhieb den Titel in der höchsten Nachwuchsklasse der Formel 1 gewonnen, wäre er nicht im letzten Event noch von seinem erfahreneren Teamkollegen Pierre Gasly kassiert worden.

Antonio Giovinazzi

Ein jubelnder Giovinazzi war in der GP2-Saison 2016 kein seltenes Bild Zoom

Dennoch hat die Leistung des 23-Jährigen aufhorchen lassen und Ferrari auf den Plan gebracht, die Giovinazzi für 2017 die Rolle als dritter Fahrer bei der Scuderia geboten haben. Somit hat er den Fuß schon einmal in der Tür, allerdings ist damit nicht sichergestellt, dass Giovinazzi auch auf Einsätze und mögliche Kilometer kommt - von einem Stammcockpit in Zukunft ganz zu schweigen.

Sein Landsmann Giancarlo Minardi findet, dass er den Aufstieg in die Königsklasse auf jeden Fall verdient hätte: "Er hat, was es braucht, um in der Topserie zu fahren", sagt er gegenüber der italienischen Zeitung 'Autosprint'. Minardi betont: Würde es sein Team in der Formel 1 noch geben, dann hätte Giovinazzi für 2017 seinen Stammplatz auf jeden Fall sicher gehabt.

Fernando Alonso im Minardi PS01

Fernando Alonso war einer der Debütanten im kleinen Minardi-Team Zoom

"Wenn ich mein Team noch haben würde, dann würde er mit Sicherheit sein Debüt geben und wertvolle Erfahrung für die Zukunft sammeln", so der ehemalige Teamchef. "Leider scheint es so, dass kleinere Teams diese Möglichkeiten heutzutage nicht mehr bieten können. Es gibt keine freien Plätze mehr."

Der chronische Hinterbänkler Minardi war zwischen 1985 und 2005 in der Formel 1 unterwegs und galt als Sprungbrett für viele vielversprechende Talente. Unter anderem feierten Giancarlo Fisichella, Jarno Trulli, Fernando Alonso oder Mark Webber alle ihr Debüt beim kleinen Rennstall aus Faenza, der seit 2006 von Red Bull kontrolliert wird und unter dem Namen Toro Rosso an den Start geht.

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