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McLaren-Honda vor Ungarn: "Es kann nur besser werden"

Auch vor dem Rennen auf dem Hungaroring hört man aus der McLaren-Ecke die bekannten Durchhalteparolen - Hilft in Ungarn die zusätzliche Antriebseinheit?

(Motorsport-Total.com) - Eigentlich könnte McLaren-Honda die Formel-1-Saison 2015 bereits abhaken. Das Team, das mit so großen Ambitionen ins neue Jahr gestartet war, liegt mit mageren fünf Punkten nur auf dem neunten WM-Platz (zum WM-Stand). Doch aufgeben ist für die Mannschaft auf Woking keine Option. Stattdessen möchte man nun das Beste aus den verbleibenden zehn Rennen machen - und 2016 wieder ganz neu angreifen. Für Fernando Alonso steht vor dem Rennen in Ungarn jedenfalls fest: "Es kann nur besser werden."

Fernando Alonso

Fernando Alonso glaubt, dass McLaren sich in die richtige Richtung bewegt Zoom

"Wir stehen ganz am Ende und müssen das gesamte Paket verbessern. Auf Seiten des Antriebs gibt es noch eine Menge Raum für Verbesserungen und auch bei der Aerodynamik, auf der mechanischen Seite und bei der Zuverlässigkeit. Wir hatten eine Menge Probleme. Nicht nur im Rennen, sondern auch in den Trainings. Es gibt viele Dinge, die wir beheben müssen, aber ich denke, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen", so der Spanier.

Es sind Durchhalteparolen, die man bei McLaren nicht zum ersten Mal hört. Passiert ist allerdings wenig. "Ich denke, wir müssen ruhig bleiben. Wir liegen so weit hinten, dass sich selbst große Fortschritte nicht so klar in den Ergebnissen widerspiegeln werden", erklärt Alonso, der laut eigener Aussage fest davon überzeugt ist, dass McLaren-Honda aktuell in die richtige Richtung arbeitet.

"Ich denke, es wird für uns ein interessantes Wochenende werden, denn es ist eine Strecke mit einer ganz anderen Charakteristik als Silverstone und Kanada", so der zweimalige Weltmeister weiter. "Es wird für uns eine gute Herausforderung sein, denn wir werden sehen, wie gut wir auf einer Strecke sind, auf der die Leistung nicht so wichtig ist." Genau das könnte in Ungarn die große McLaren-Hoffnung sein.


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Denn der Hungaroring beansprucht die Motoren deutlich weniger als manch andere Strecke im Kalender. Außerdem bekam McLaren-Honda von der FIA jüngst einen "Joker". Nachdem man seine vier Antriebseinheiten für die Saison 2015 bereits komplett verschlissen hatte, bekam Honda als Neuling nun ein fünftes Aggregat zugesprochen. "Wir haben einen neuen Motor, den wir ohne Strafe einsetzen dürfen", freut sich Alonso.

"Es ist ein Wochenende, an dem wir einige Antworten bekommen müssen." Fernando Alonso

"Also werden wir ihn ins Auto stecken und versuchen, einige Kilometer zu sammeln, weil wir da ziemlich limitiert waren. Es ist ein Wochenende, an dem wir einige Antworten bekommen müssen", gibt sich der Spanier kämpferisch. Angesichts der zusätzlichen Antriebseinheit dürfte er in Ungarn zumindest von absurden Grid-Strafen verschont bleiben, die in den vergangenen Rennen bereits zur Gewohnheit geworden waren.


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Mehr Leistung wird der zusätzliche Motor allerdings nicht liefern. "Ich denke, dass es genau die gleiche Spezifikation ist", so Alonso. Teamkollege Jenson Button, der in Ungarn 2006 seinen ersten Grand Prix überhaupt gewann, erklärt: "Zuletzt haben wir in Monaco Punkte geholt und seitdem bin ich auch nicht mehr ins Ziel gekommen." Zuletzt folgten drei Ausfälle in Serie.

Ist Button - seines Zeichens immerhin ein ehemaliger Weltmeister - angesichts solcher Ergebnisse überhaupt noch motiviert? "Natürlich würde ich lieber gewinnen, aber in diesem Jahr geht es darum, dass wir uns immer weiter verbessern. Mit Fernando habe ich einen sehr konkurrenzfähigen Teamkollegen, mit dem ich mich messen kann. Das macht immer viel Spaß", so der Brite. Noch mehr Spaß würde es allerdings wohl machen, wenn in Ungarn endlich wieder einmal ein paar Punkte drin wären.