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Mattiacci wünscht sich Lockerung der Motorenregeln

Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci ist mit dem Einfrieren der Motoren nicht glücklich und wünscht sich, dass man Bereiche zum Aufholen hat: "Die DNS der Formel 1"

(Motorsport-Total.com) - Ferrari und Renault haben ein Problem: Die beiden Motorenhersteller liegen in Sachen Power weit hinter der Konkurrenz von Mercedes zurück, doch Aufholen ist nicht einfach, da das Reglement nur bedingte Änderungen an den Power-Units erlaubt. Während an Mapping und Software gearbeitet werden darf, ist es nicht möglich, mechanische Teile am Aggregat auszutauschen, außer es liegen besondere Gründe - wie Zuverlässigkeit, Sicherheit oder Kosten - vor.

Marco Mattiacci

Marco Mattiacci macht sich Sorgen über das Motorenreglement Zoom

Mit zunehmender Zeit werden durch die Einfrierung Änderungsmöglichkeiten allerdings immer geringer, sodass es auch für Hersteller mit einem Nachteil schwieriger werden wird, aufzuholen. Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci zeigt sich derweil nicht zufrieden mit dem restriktiven Ansatz und wünscht sich, dass die Motorenregulationen wieder gelockert werden: "Ja, es sollte nicht so unnachgiebig sein, wie es heutzutage ist", sagt der Italiener.

"Ich hätte gerne ein paar Möglichkeiten im Jahr, um am Motor zu bauen", fährt der Ferrari-Teamchef fort. "Die DNS der Formel 1 ist Innovation und auf die Besten und Schnellsten aufzuholen. Darauf bestehen wir bei Ferrari weiterhin, und ein Bereich dafür ist auch das Einfrieren der Motoren." Mit einer Verbesserung des Motors rechnet sich Ferrari auch größere Chancen in der Weltmeisterschaft aus, in der Mercedes derzeit dominiert.

Auch Red Bulls Designer Adrian Newey hatte sich vor wenigen Wochen besorgt über das Motorenreglement geäußert: "Es besteht eine ernste Gefahr durch das schrittweise Einfrieren in den kommenden 18 Monaten", sagte der Brite und machte sich Sorgen darüber, dass die anderen Motorenhersteller aufgeben könnten, wenn sie zu weit zurückliegen würden und keine Chance haben, aufzuholen. "Die Regularien müssen noch einmal grundlegend überdacht werden meiner Meinung nach."