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Maßnahmen greifen: Lotus reduziert Schuldenberg deutlich

Wie Lotus-Geschäftsführer Matthew Carter den Schuldenberg des zukünftigen Renault-Teams deutlich reduzierte und welches Ergebnis für 2015 zu erwarten ist

(Motorsport-Total.com) - Dem Lotus-Team ist es gelungen, im Jahr 2014 etwas mehr als 56 Millionen Pfund (umgerechnet 78 Millionen Euro) der Schulden abzubauen. Nach sich in die Länge ziehenden Verhandlungen und einer sorgfältigen Überprüfung wegen der Renault-Übernahme - die letzten Verträge wurden vergangene Woche unterzeichnet - ist das Team aus Enstone nun bereit, seine Buchhaltungsunterlagen an Companies House zu übermitteln.

Matthew Carter

Lotus-Geschäftsführer Matthew Carter gelang die finanzielle Trendwende Zoom

2013 machte Lotus besorgniserregende Verluste in Höhe von 64,914 Millionen Pfund (89,794 Millionen Euro), die große Zweifel über die Zukunft des Teams aufkommen ließen. In Folge dessen wurde Matthew Carter zum Geschäftsführer bestellt. Er sorgte für massive Einsparungen in unterschiedlichen Bereichen, was sich auch in Personalkürzungen niederschlug.

Carter meinte zu Beginn dieser Saison, dass er "im Vorjahr wahrscheinlich etwas zu weit gegangen" ist und "zu viel Personal abgebaut" hat, doch genau diese Maßnahmen haben nun in Hinblick auf 2014 zu einer deutlich gesünderen finanziellen Situation geführt.

Die Unterzeichnung des Jahresabschluss am Mittwoch offenbarte, dass Lotus Verluste in Höhe von 8,553 Millionen Pfund (11,835 Millionen Euro) verzeichnete, aber im Vergleich zu 2013 Einsparungen in Höhe von 56,361 Millionen Pfund (77,986 Millionen Euro) machte. Fünf Millionen Euro der Schulden von 2014 sind auf Kompensationszahlungen an Renault zurückzuführen, weil man 2015 zu Mercedes wechselte und den Motorendeal mit dem französischen Hersteller vorzeitig beendete.

Weitere 1,8 Millionen Pfund (2,5 Millionen Euro) wurden nach Carters Einstieg wegen der Personalkürzungen Anfang 2014 fällig. Das bedeutet, dass sich die Verluste des Teams operativ gesehen auf nur etwas mehr als drei Millionen Pfund (4,2 Millionen Euro) belaufen, was in Anbetracht der Situation Ende 2013 eine deutliche Trendwende darstellt.

Die ersten Indikatoren dieses Jahres deuten darauf hin, dass die Zahlen mit 2014 vergleichbar sein werden. Lotus fuhr die Entwicklung des Autos zurück, verlor aber auch Sponsoren. Man muss davon ausgesehen, dass die Zahlen erneut Verspätung haben werden, da die Wirtschaftsprüfer und Steuerberater wegen des Renault-Deals im Rückstand sind.
 

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