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Marko: Warum Max Verstappen nicht zu Ferrari gehen kann

Warum sich Red Bull in Sicherheit wähnt, Supertalent Max Verstappen trotz der aktuellen Leistungen nicht zu verlieren, und auch Carlos Sainz kaum Spielraum hat

(Motorsport-Total.com) - Daniel Ricciardo und Max Verstappen haben im Vorjahr Rennen gewonnen, doch der große Sprung ist dieses Jahr nicht gelungen. Läuft die österreichische Truppe mit Sitz in Milton Keynes daher Gefahr, die nach eigenen Angaben "beste Fahrerpaarung der Formel 1" langfristig zu verlieren? In Expertenkreisen wird genau das vermutet.

Max Verstappen, Helmut Marko

Laut Helmut Marko hat Max Verstappen keinen Ausweg aus seinem Vertrag Zoom

"Ich bin sicher, dass sich Max und sein Vater Jos Verstappen umschauen werden, sollte es Red Bull nicht hinkriegen", meine Ex-Formel-1-Pilot Johnny Herbert in Sotschi gegenüber 'Sky Sports F1'. "Er muss zeigen können, ob er Titelpotenzial hat oder nicht. Und es würde mich überraschen, wenn sie keine Leistungsklausel im Vertrag haben, auch wenn Red Bull allgemein sehr lange Verträge abschließt."

Das würde bedeuten, dass der begehrte Niederländer gehen könnte, sollte Red Bull nicht konkurrenzfähig genug sein und ihm eine gewisse Position in der WM-Wertung ermöglichen. Derzeit befinden sich Verstappen und Ricciardo übrigens auf den Plätzen fünf und sechs - mit Respektabstand zur Spitze.

Doch Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko erklärt nun, dass Verstappen selbst bei einer nicht zufriedenstellenden Position in der Fahrer-WM beim Team bleiben müsste. "Es gibt entgegen aller Gerüchte keine Leistungsklausel in Verstappens Vertrag", stellt der Österreicher gegenüber 'Auto Bild motorsport' klar. "Wenn wir ihn nicht freigeben, kann er nicht zu Ferrari wechseln."

Und sogar Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz kann das Team nicht einfach so verlassen, was der Spanier diesen Winter zu spüren bekam. Denn sein Vertrag enthält eine Leistungsklausel, die es ihm untersagt, zu einem anderen Team zu wechseln, sollte es sich dabei nicht um einen klaren Aufstieg handeln.

"Wir haben ihn für Renault nicht aus dem Vertrag freigestellt. Weil wir das nicht als Aufstieg für ihn gesehen haben", erklärte Marko vor einem Monat gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Wenn von Ferrari wirklich eine Anfrage gekommen wäre, hätten wir mit Ferrari gesprochen. Das war aber nicht der Fall. Die Einzigen, die angefragt haben, waren Renault." Und da sich Toro Rosso Platz fünf als Saisonziel gesetzt hatte, kämen zumindest auf Basis des WM-Stands aus dem Vorjahr ohnehin nur die vier Teams ab Force India in Frage. Eines davon ist Red Bull.

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