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Marko: "Mercedes profitiert eine Spur mehr"

Laut Dr. Helmut Marko, Motorsportchef von Red Bull, könnten die neuen Reifen Mercedes am ehesten entgegenkommen - trotzdem ist er zuversichtlich fürs Rennen

(Motorsport-Total.com) - Red Bull steht am Nürburgring zwar nicht auf der Pole-Position, hofft aber dennoch auf den Rennsieg. Motorsportchef Dr. Helmut Marko gibt sich zuversichtlich und spricht im Kurzinterview mit 'Sky' über einen möglichen Vorteil seitens Mercedes durch die neuen Reifen.

Antonio Felix da Costa, Helmut Marko

Dr. Helmut Marko fürchtet einen Vorteil für Mercedes Zoom

Frage: "Wie gut stehen die Chancen, dass Sebastian Vettel den Deutschland-Fluch besiegt?"
Dr. Helmut Marko: "Das Qualifying lief ja schon ganz gut. Nicht sehr gut, denn die Pole-Position - das hat Sebastian ja auch gesagt - wäre drin gewesen. Wir haben ein Auto, das bei den Longruns gute Ergebnisse geliefert hat, aber es hängt auch viel vom Start ab und wie dann die Strategie abläuft. Aber insgesamt sind wir soweit zufrieden, positiv eingestellt und zuversichtlich."

Frage: "Haben Sie Angst vor Mercedes?"
Marko: "Mercedes ist zwischenzeitlich zu einem Spitzengegner geworden, und ihr Handicap, dass der Reifenverschleiß stärker war als bei anderen im Feld, ist zwischenzeitlich nicht mehr da. Das heißt man kann nicht rechnen, dass sie zurückfallen. Und es wird sicher unsere Strategie sein, ohne unsere Reifen zu ruinieren, entsprechend Druck auf Hamilton auszuüben, sollte der vorne sein."

"Mit dem neuen Reifen gehen die Temperaturen nicht mehr so in die Höhe." Dr. Helmut Marko

Frage: "Gibt es durch die neuen Reifen vielleicht doch noch einen kleinen Vorteil für Red Bull oder hat Mercedes auch da aufgeholt?"
Marko: "Ich glaube, mit dem neuen Reifen gehen die Temperaturen nicht mehr so in die Höhe. Damit ist erst einmal die Sicherheit gewährleistet, zum anderen war das aber teilweise auch das Problem von Mercedes. Ich glaube, sie profitieren hier eine Spur mehr. Aber das ist ein Fakt: Wir alle fahren mit diesen Reifen und müssen halt schauen, wie wir das strategisch hinkriegen. Der weiche Reifen wird nicht sehr lange halten, und man muss sehen, dass man im richtigen Moment wechselt und dass man nicht in zu viel Verkehr kommt. Das sind alles Faktoren, die da mitwirken. Aber generell sind wir hier - zumindest bis zum Samstag - einen Tick schneller gewesen."


Fotos: Red Bull, Großer Preis von Deutschland


Frage: "Gibt es in der ersten Kurve akute Crash-Gefahr?"
Marko: "In der ersten Kurve am Nürburgring - ich habe mir die Rahmenrennen angesehen - hat es eigentlich fast immer gekracht. Hier sind aber die allerbesten Fahrer am Start. Ich hoffe zumindest, dass es vorn ohne jegliche Berührungen abgeht. Die Crash-Gefahr ist hier aber vielleicht schon eine Spur höher. Es ist eine sehr scharfe Rechtskurve, der Auslauf ist aber sehr weit, was viele vielleicht veranlasst, mit dem Risiko noch etwas höher zu gehen."

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