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Marcin Budkowski: Renault wächst auf 700 Mitarbeiter

Der neue Renault-Mann Marcin Budkowski spricht über den Aufbau des Renault-Teams, hält sich mit großen Versprechungen aber für 2019 und 2020 zurück

(Motorsport-Total.com) - Der Aufbau von Renault schreitet weiter voran. Seit man Ende 2015 das klamme Lotus-Team übernommen hatte, ging es für die Franzosen stetig bergauf - sportlich wie auch personell. Derzeit hat man sich schon auf den vierten Platz in der Konstrukteurs-WM vorgearbeitet, und der Personalstamm wächst von Monat zu Monat.

Marcin Budkowsi

Marcin Budkowski ist eines der Gesichter des Renault-Aufbaus Zoom

Laut Marcin Budkowski, dessen Wechsel als FIA-Vertrauter zu Renault große Wellen schlug, werde man am Ende des Jahres schon rund 700 Mitarbeiter beschäftigen. "Wir werden um 50 Prozent gewachsen sein, verglichen mit dem Zeitpunkt, als Renault das Team im Dezember 2015 gekauft hat", sagt er. "Das sind viele Leute, die man in den richtigen Bereichen einsetzen muss. Wir sind daher eine Organisation in ständigem Wandel."

Budkowski selbst, der als Leiter der Chassisfabrik dazugestoßen ist, konnte noch nicht so viel beitragen und will sich erst einmal Zeit nehmen, um sich umzuschauen und einzuarbeiten. Er betont aber, dass er bei Renault ein sehr erfreuliches Umfeld vorfindet. "Hier denken die Leute darüber nach, wie man Performance ans Auto bekommt, anstatt sich gegenseitig in den Rücken zu fallen", sagt er. "Das ist fantastisch und deutlich besser als an anderen Orten, wo ich gearbeitet habe."

Doch er weiß auch, dass Renault noch ein weiter Weg bevorsteht. Die Spitze ist deutlich weit weg, und personaltechnisch ist man bei weitem nicht auf dem Niveau von Mercedes & Co. "Wir müssen akzeptieren, dass wir etwas kleiner sind als die größeren Jungs da oben", sagt er. Außerdem könne man nicht erwarten, dass die Arbeit der bald 700 Mitarbeiter direkt Früchte tragen wird. "Es braucht Zeit, wenn neue Leute kommen", so Budkowski.


Fotostrecke: Renault-Meilensteine in der Formel 1

"Wir nehmen viele talentierte Leute aus Universitäten oder Ausbildungen, und es braucht drei oder sechs Monate, bis sie sich eingewöhnt haben. Aktuell sehen wir die Vorteile der Rekrutierungen aus 2016 und Anfang 2017, und im kommenden Jahr sehen wir die Vorteile der Verpflichtungen Ende des vergangenen und Anfang dieses Jahres", sagt der Renault-Mann.

Daher werde es auch noch einige Zeit dauern, bis Renault wieder Erfolge einfahren kann. 2019 will man sich aus dem Mittelfeld entfernen und näher an die Topteams heranrücken - mehr sei angesichts der Basis, der Manpower und der Stabilität der Konkurrenz "albern", wie Budkowski sagt. "Wir wollen weiter starke Fortschritte machen, und wenn wir die Lücke verringern, wäre das schon ein Erfolg."

Realistische Chancen die Topteams zu schlagen gibt es jedoch frühestens 2021, wenn ein neues Reglement in Kraft tritt. "Das müssen wir als Möglichkeit sehen", so der Renault-Mann. "Wenn es einen frischen Start gibt, spielt uns das in die Karten. Dann werden wir auch eine Organisation haben, die reifer und strukturierter ist. Unsere Ambitionen müssen für 2021 hoch sein."

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