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Renault bestätigt: Marcin Budkowski beginnt am 1. April

Kompromissfindung gelungen: Der ehemalige FIA-Geheimnisträger muss bis nach Saisonstart warten - Jean Todt wünscht sich ein Gentlemen's Agreement der Teams

(Motorsport-Total.com) - Nach wochenlangem Tauziehen um das Engagement des ehemaligen FIA-Geheimnisträger Marcin Budkowski bei der Renault-Mannschaft ist ein Kompromiss auch offiziell beschlossene Sache. Wie Teamchef Cyril Abiteboul gegenüber 'Motorsport-Total.com' bestätigt, nimmt sein neuer Techniker drei Monate später als geplant seine Arbeit auf, um zu verhindern, dass die Franzosen über Gebühr von seinem Insiderwissen profitieren: "Er wird am 1. April in Enstone sein", stellt Abiteboul klar.

Cyril Abiteboul

Cyril Abiteboul hat sich im Fall Budkowski auf einen Kompromiss eingelassen Zoom

FIA-Präsident Jean Todt, der zwischen Renault und den Konkurrenten vermittelt hatte, ist froh über die Einigung: "Wenn ein talentierter Ingenieur geht, ist man niemals glücklich. Unsere Leute besitzen aber einen Schweizer Arbeitsvertrag und deshalb sind wir eingeschränkt - es gibt nur drei Monate Sperrfrist." Ergo gelang es ihm, Renault von seinem juristisch einwandfreien Plan abzuhalten, Budkowski schon am 1. Januar in seinem neuen Büro zu parken - was die Gegner erzürnt hätte.

Für die Zukunft wünscht Todt individuelle Formel-1-Vereinbarungen, weil sich die Gesetzgebung in der Schweiz aufgrund des Vorfalls nicht ändern wird: "Wenn die Teams nicht glücklich sind, können sie ein Gentlemen's Agreement treffen, dass sie keine FIA-Angestellten verpflichten, ohne ein Jahr Sperrfrist vergehen zu lassen. Darauf sollten sie sich einigen." Der Automobil-Weltverband werde sich um wasserdichte Verträge bemühen, obwohl er dabei selbst eingeschränkt wäre.

Abiteboul betont, wie wichtig Budkowski und weitere Experten für das Projekt der Gelben wären: "In der Formel 1 geht es nur um das Personal. Es braucht Geld, aber das macht alleine keine großen Unterschiede - sondern die Leute, ihre Mentalität, ihre Einstellung und ihre Motivation." Das richtige Know-how und ein großer Arbeitsethos seinen "viel mehr wert als ein paar Millionen", findet er.


Fotostrecke: Renault-Meilensteine in der Formel 1

So soll Renault seine Vorgabe für das Jahr 2018 nicht erneut verfehlen - wie in der abgelaufenen Saison. "Wir hatten Platz fünf zu unserem Ziel erklärt. Ich habe keinen Gedächtnisschwund", gibt Abiteboul zu und nimmt es ins Visier, künftig in der Konstrukteurs-WM vorzurücken. "Wir müssen es im kommenden Jahr schaffen, aber die Startaufstellung wird anders aussehen. McLaren und Williams werden sich verändern, auch Force India. Sicher kommen sie mit großartigen Autos daher."

Eine große Finanzspritze des Konzerns wird es nicht geben, um sich zu behaupten. Abiteboul weiß: "Ich bekomme nicht mehr Geld, aber auch nicht weniger. Unser Budget ist sicher und das schafft Verlässlichkeit." Kolportiert werden 172 Millionen Euro für 600 Mitarbeiter, die er investieren darf.

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