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Renault: Renovierte Fabrik als Trumpf für 2019?

Warum sich die renovierte Renault-Fabrik schon in der kommenden Saison massiv bewähren könnte und wieso es ein Vorteil ist, im eigenen Haus zu produzieren

(Motorsport-Total.com) - Renault bastelt weiterhin an seinem Plan, ab 2021 um den Titel zu kämpfen. Neben dem Engagement von Spitzeningenieuren wie Matthew Harman von Mercedes, Steve Machin von Red Bull und FIA-Experte Marcin Budkowski setzt das Team von Nico Hülkenberg große Hoffnungen in den Aufbau der Fabrik in Enstone. Das soll sich schon in der kommenden Saison auswirken, wenn sich die Teams auf das neue Reglement einstellen müssen.

Lewis Hamilton, Nico Hülkenberg

Renault will sich schon bald mit den absoluten Topteams anlegen Zoom

"Man versucht, mit dem neuen Auto früher zu beginnen, und so die Kapazitäten zu nutzen", sagt der für das Chassis verantwortlich zeichnende Technikchef Nick Chester, dessen Team derzeit die Entwicklung parallel vorantreibt. "Man kann die Maschinen das ganze Jahr lang nutzen." Derzeit werden rund 60 Prozent der Teile im eigenen Haus produziert.

"Da geht es um die strukturellen Teile und Werkstoff und einen großen Teil des Bodyworks", erklärt der Brite. "Andere Bodywork-Teile und ein paar Metallteile werden auswärts hergestellt. Wir werden aber im Laufe der Zeit immer mehr im eigenen Haus herstellen, da wir dadurch mehr Einfluss auf die Qualitätskontrolle haben und auch die Vorlaufzeiten verkürzen können."

An einen Anstieg der Kosten glaubt Chester nicht: "Wenn man über die Kapazitäten und auch über die Leute und die Maschinen verfügt, dann sollten wir in der Lage sein, nicht mehr Geld auszugeben." Die Fabrik in Enstone ist im Vergleich zur Vergangenheit nicht wiederzuerkennen, meint der Technikchef: "Seit Renault das Team übernommen hat, haben wir verdammt viel Geld investiert - und das sieht man überall in der Fabrik."

Nick Chester

Nick Chester trieb schon in Lotus-Zeiten die Entwicklung in Enstone voran Zoom

Im Gegensatz zur Vergangenheit verfüge man nun nicht nur über die nötigen Fertigungsmaschinen für das Chassis, sondern könne dieses auch in einer eigenen Einrichtung lackieren. Außerdem hat man das Herzstück, den hauseigenen Windkanal für 60-Prozent-Modelle, renoviert. "Es handelt sich um einen sehr guten Windkanal, und wir haben in den vergangenen zwei Jahren viel investiert, um einige der Systeme auf den neuesten Stand zu bringen", zeigt sich Chester zufrieden.

"Man kann das aber nur in einem gewissen Tempo aufbauen", sind dem Team diesbezüglich Grenzen gesetzt. "Jetzt denken wir über den nächsten Schritt nach - und was wir für 2021 vorbereiten müssen", hat man bereits die Reglementrevolution im Blick, die das Teams ans Ziel bringen soll.

Bis dahin müsse man aber Erfolge vorlegen, damit der Konzern weiterhin die volle finanzielle Unterstützung bietet. "Wir müssen unsere Vorhaben rechtfertigen und darlegen, welchen Gewinn wir von unseren Expansionsplänen erwarten - und wir müssen zeigen, dass wir glaubwürdig sind", beschreibt er die Strategie. "Wir haben in den vergangenen zwei Jahren gezeigt, dass es vorwärts geht. Mit diesen Fortschritten und einem guten Plan wollen wir nun den nächsten Schritt sicherstellen."

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