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Renault verteidigt Haas-Protest: "Überraschend war's nicht"

Technikchef Budkowski will kein Gentleman's Agreement gebrochen haben, sondern in der Causa Haas am Ende der Geduld gewesen sein - Racing Point gibt ihm Recht

(Motorsport-Total.com) - Renault-Technikchef Marcin Budkowski hat sich von dem Vorwurf des Haas-Teamchefs Günther Steiner, dass sein Team ein Gentleman's Agreement gebrochen hätte, distanziert. Vielmehr sei der Prostest gegen die Wertung Romain Grosjeans beim Italien-Grand-Prix nur korrekt gewesen, findet er. "Überraschend kann es nicht gekommen sein", erklärt Budkowski gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Nick Chester, Marcin Budkowski

Nick Chester und Budkowski (rechts) lassen sich nicht als Bad Boys abstempeln Zoom

Seine Argumentation: Haas war von der FIA vor der Sommerpause wegen des möglicherweise illegalen Unterbodens vorgewarnt worden und hatte viel Zeit, das Design zu korrigieren. Doch es geschah nichts. Dass die US-Amerikaner Renault nun vorhalten, man hätte sich nach dem Freien Training in Monza melden und besagtes Gentleman's Agreement einhalten müssen, findet Budkowski kurios.

"Wir sehen uns die anderen Autos doch regelmäßig an", sagt er. "Wir und einige andere Teams hatten es schon vor einigen Rennen erkannt." Und bei den Regelhütern offenbar Meldung gemacht, ohne dass es sportliche Konsequenzen gegeben hätte. Dass die FIA dem Konkurrenten stattdessen Zeit gab, um einen neuen Unterboden zu konstruieren, sei für Renault auch "kein Problem" gewesen.

Dass Haas sich an die vereinbarte Zeitspanne nicht hielt, hätte das Maß vollgemacht. "Die Technische Direktive (die Klarstellung bezüglich der vorderen Kufe des Unterbodens, die bei Haas nicht korrekt war; Anm. d. Red.) war doch ziemlich offensichtlich", moniert Budkowski. "Wie alle anderen auch haben wir erwartet, dass sie in Monza mit einem Unterboden anreisen, der den Regeln entspricht."


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Nach dem Rennen sei die Entscheidung gefallen, den Protest einzureichen - ob als Reaktion auf die Tatsache, dass die Grosjean-Disqualifikation für Renault punkteträchtig war, verschweigt Budkowski aber.

Rückendeckung bekommt Renault von Racing Point. Dessen Technikchef Andy Green bestätigt, dass Haas über das Risiko einer Disqualifikation Bescheid gewusst, es aber billigend in Kauf genommen hätte. "Wenn es eine Technische Direktive der FIA gibt, halte ich mich daran", schüttelt er auf Haas angesprochen den Kopf. "Da gibt es kein Gentleman's Agreement, dafür sind die Regeln da."

Budkowski betont, dass jenes Gentleman's Agreement tatsächlich existiert, aber für andere Situationen - und dass er sich auch daran halten wolle. Vorausgesetzt, ein möglicherweise illegales Teil fällt auf, aber es wurde im Vorfeld noch kein Urteil darüber gefällt: "Wir würden nicht sofort protestieren, sondern wahrscheinlich mit der FIA oder dem Team sprechen, um die Sache aus der Welt zu schaffen."

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