powered by Motorsport.com

Manor: Lenksäule verhinderte Qualifying-Doppelschlag

Dass Pascal Wehrlein im Bahrain-Qualifying nur allein glänzte, hatte technische Gründe - Auch Rio Haryanto will bei Manor die rote Laterne vergessen machen

(Motorsport-Total.com) - Der Formel-1-Zirkus staunte nicht schlecht, als sich im Qualifying zum Grand Prix von Bahrain ein Manor vor beide Sauber, Renault und den Force India von Sergio Perez setzen konnte. Und Mercedes-Schützling Pascal Wehrlein strich für seine Leistung auch viel Lob ein. Dabei verhinderte nur ein mechanischer Defekt eine mögliche Manor-Doppelsensation. Wehrleins Teamkollege Rio Haryanto wittert Morgenluft.

Rio Haryanto

Rio Haryanto will auf Pascal Wehrleins Spuren Manor voran bringen Zoom

Der Indonesier hat seinen Startplatz 20 womöglich nur unglücklichen Umständen zu verdanken. Zum einen gelang ihm in Q1 nur eine Runde. In der ging er nicht ans Limit, weil er auf eine Zweite hoffte. Zum anderen bremsten ihn Umbauarbeiten am MRT05 ein

"Ich hatte eine paar Probleme, weil ich fürs Qualifying eine neue Lenksäule bekommen habe", erklärt Haryanto was an seinem Boliden nach dem Training noch geändert wurde. "Darum habe ich kein gutes Feedback vom Lenken bekommen. Es war dann ja auch nur eine Runde, in der ich nicht das Beste aus dem Auto herausholen konnte."

Muss im hinteren Mittelfeld nun gezittert werden? Nach Insolvenz Ende 2014 und schleppender Übergangssaison 2015 hat Manor nicht nur mit dem Wechseln von Ferrari- zu Mercedes-Motoren einen Coup gelandet, sondern scheint auch ein ordentliches Chassis auf die Beine gestellt zu haben. "Pascal hat gezeigt, dass wir das Potenzial haben, andere Teams wir Sauber und Renault zu schlagen", bemerkt auch Haryanto. "Das ist Potenzial für eine neue Zukunft."


Fotos: Manor, Großer Preis von Bahrain


Die neue, ungewohnte Lenksäule muss der 23-Jährige, der den Australien-Grand-Prix wegen eines Defekt der Antriebwelle nicht beenden konnte, nun auch mit ins Bahrain-Rennen nehmen. Teamkollege Wehrlein kann allerding befreit auffahren. Er hat vor seinen Blitzstart von Melbourne, bei dem er sieben Autos überholen konnte, zu wiederholen.

"Es ist ein langes Rennen in dem viel passieren kann", gibt sich aber auch Haryanto zuversichtlich. "Ich selbst muss mein Bestes geben, um das Auto auf der Strecke zu halten und konstant zu fahren. Dann sehe ich hoffentlich die Zielflagge.