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Mallya: "Indien erwartet, dass wir Mercedes schlagen"

Force-India-Teamchef Vijay Mallya zeigt sich mit der Entwicklung des Teams zufrieden - Ansprüche im eigenen Land gehen nach oben

(Motorsport-Total.com) - Das Force-India-Team legte während der vergangenen drei Jahre eine bemerkenswerte Steigerung an den Tag. Schloss man die Premierensaison unter indischem Banner (2008) noch punktelos auf Platz zehn der Konstrukteurswertung ab, steigerte sich die Truppe rund um Teamchef Vijay Mallya in den drei Jahren seither sukzessive: Platz neun im Jahr 2009 mit 13 Zählern folgte Rang sieben mit 68 Punkten. Die abgelaufene Saison 2011 war mit 69 WM-Punkten und Platz sechs in der Teamwertung die bisher erfolgreichste von Force India.

Vijay Mallya

Vijay Mallya plant für die bevorstehende Saison die nächste Steigerung

Für Teamchef Mallya kommt diese Steigerung nicht von ungefähr. "2008 bestand aus Warten und Beobachten. 2009 haben wir den Reset-Knopf gedrückt und die Ziele neu definiert", sagt der Inder, der Ende des Jahres 2007 das damalige Spyker-Team übernahm, gegenüber 'auto motor und sport'.

Beim Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps 2009 folgte dank Giancarlo Fisichella bereits der erste Podestplatz für Force India. Dieser stand ursprünglich erst zwei Jahre später auf dem Plan. "Das war mehr als erwartet", bekennt Mallya mit Blick die erste Pole-Position für Force India, gefolgt vom zweiten Platz im Rennen hinter Kimi Räikkönen. Mit der Bilanz der Saison 2011 ist der Inder zwar zufrieden, gleichzeitig ist aber auch "etwas frustriert, weil uns nur vier Punkte auf Rang fünf gefehlt haben", wie er zugibt.

Die vier Punkte Rückstand auf Platz fünf der Konstrukteurswertung (Renault) glaubt der Force-India-Teamchef bei zwei Rennen verloren zu haben: "In Montreal sind die Fahrer von der Strecke geflogen und in Silverstone haben wir Punkte durch schlechte strategische Entscheidungen verschenkt." Dennoch: Angesichts des stetig zunehmenden Wettbewerbs und der größeren Leistungsdichte im Vergleich zu 2008 "zählt unser Fortschritt umso mehr", urteilt Mallya.

Mallyas Erfolgsrezept gegen Mercedes und Co.

Das Erfolgsrezept von Force India im Kampf gegen die großen Hersteller Renault und Mercedes sieht der Teamchef "im Einsatz, der Leidenschaft, dem zielgerichteten Arbeiten sowie der richtigen Prioritätensetzung". Wichtig sei zudem, die richtigen Personen auf den richtigen Positionen innerhalb des Teams zu haben. "Geld allein kann dir keinen Erfolg kaufen", ist Mallya überzeugt.

"Wir sind so weit gekommen, da muss der fünfte Platz unser Ziel sein." Vijay Mallya

Mit dieser Philosophie peilt der Teamchef für die bevorstehende Saison 2012 - in der Paul di Resta und Nico Hülkenberg für Force India ins Lenkrad greifen - den nächsten Schritt an: "Wir sind so weit gekommen, da muss der fünfte Platz unser Ziel sein", gibt Mallya die Richtung vor.

Mit diesem Ziel steht der 56-Jährige nicht allein da. Im Gegenteil: Die gesamte Nation Indien steht hinter dem einheimischen Team. "Die Inder sind stolz, dass es ein Team aus diesem Land schaffen kann, in der Formel 1 eine wichtige Rolle zu spielen. Jetzt wird es langsam schwierig, den Ansprüchen gerecht zu werden. Die Leute in Indien erwarten, dass wir nächstes Jahr Mercedes schlagen", bekennt der Teamchef.

Roy Sahara, der neue Mitbesitzer im Force-India-Team denkt sogar schon weiter. "Roys Vision ist, eines Tages so gut zu werden wie Red Bull", merkt Mallya an. "Er ist so begeistert, dass ich ihn bremsen muss. In der Formel 1 gibt es keine Abkürzungen."

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