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Maldonado sicher: "Williams hat Probleme gefunden"

Pastor Maldonado glaubt, dass nach dem ernüchternden Saisonauftakt eine Besserung in Malaysia in Sicht ist: "Wir haben großartiges Potenzial"

(Motorsport-Total.com) - Der Auftakt-Grand-Prix in Melbourne verlief für Williams alles andere als optimal. Von Rookie Valtteri Bottas durfte man bei seinem Debüt nicht unnötig hohe Erwartungen befriedigt sehen wollen, doch besonders Pastor Maldonado kam mit der Fahrweise des FW35 absolut nicht zurecht und stand nach 24 Runden als erster Ausfall der neuen Saison im Kiesbett. Laut dem Venezolaner sei das Auto in Melbourne "unfahrbar" gewesen.

Pastor Maldonado

Pastor Maldonado war in Kurve 1 "mehr abseits der Streck unterwegs als auf ihr" Zoom

"Nicht nur in Kurve eins war ich mehr abseits der Strecke unterwegs als auf ihr. Das Auto war so schwierig zu fahren. Wäre ich drei Sekunden langsamer gefahren, wäre es okay gewesen. Da kamen viele Dinge zusammen. Es kam nicht nur von den Reifen, es kam nicht nur von der Aerodynamik - aber wenn eine Sache schlechter wird, beeinflusst es die anderen", schildert Maldonado. "Es ist eine Kombination von Teilen und Einzelheiten im Auto, die wir versucht haben, zu verstehen. Aus fahrerischer Sicht war es sehr schwierig, denn ich hatte alle Probleme, die man im Auto haben kann. Es war nicht nur eine Sache, die man einfach ausblenden kann. Ich hatte alles und gleichzeitig war das Auto langsam."

"Was passiert ist, war das Schlimmste, was hätte passieren können", fasst der Williams-Pilot zusammen. Doch das Team habe die Probleme eingehend untersucht und werde Malaysia mit besserer Form aufsuchen, ist er überzeugt. "Wenn man etwas tut, weiß man nie, ob es das Richtige für das Auto ist. Aber ich bin zuversichtlich, dass das Team die richtigen Dinge in den vergangenen drei Tagen getan hat."

Probleme kurzfristiger Art

"Wir denken, dass wir die Probleme und eine Lösung dafür gefunden haben. Aber wir müssen sie testen. Dann sehen wir, ob es das Richtige ist, oder nicht." Die Performance sei auf jeden Fall vorhanden, glaubt der 28-Jährige. "Die Probleme waren nur kurzfristig - glaube und hoffe ich. Es liegt nicht am Design des Autos. Ich denke wir haben großartiges Potenzial, schließlich ist es im Kern der gleiche Wagen wie im vergangenen Jahr. Also haben wir auch keine Ausreden", so Maldonado.


Fotos: Williams, Großer Preis von Malaysia, Pre-Events


In Malaysia könne sich aufgrund der komplett anderen Bedingungen aber alles wieder verschieben: "Es ist eine andere Strecke. Es ist niemals einfach, weil man das Auto an die Bedingungen anpassen muss. Wir müssen hart arbeiten. Die Unterschiede zwischen den Teams sind geringer. Wir müssen unter den Topteams sein. Wir müssen nicht alle Rennen gewinnen, aber es ist möglich, auf dem Podest zu sein. Wir müssen 100 Prozent aus dem Auto herausholen, das ist uns bis jetzt noch nicht gelungen", so der ehemalige GP2-Meister mit Nachdruck.

Kein Sieg in Sicht

An eine komplette Trendwende glaubt der Williams-Pilot allerdings nicht, dafür seien die Probleme in Melbourne zu gravierend gewesen. Einen Sieg schließt er auf jeden Fall aus: "Das ist klar. Es ist unmöglich von so weit hinten das Wunder zu schaffen." Für ihn seien die ersten Zehn schon ein gutes Ziel. Dabei sah bei den Testfahrten in Barcelona alles recht gut aus für das Traditionsteam. Deswegen will das Team im Freien Training wieder mit einem Auto zurück in die Ausgangsspezifikation gehen, um zu verstehen, wo das Problem liegt. Wer von beiden Fahrern das Paket bekommen soll, steht noch nicht fest.

Befürchtungen, der Williams könne wie McLaren nur unter speziellen Bedingungen funktionieren, winkt Maldonado ab - vorerst. "Im Moment ist das schwierig zu sagen, wir haben erst ein Rennen abgehalten - und das lief unter schwierigen Bedingungen. Ich hoffe aber nicht, dass das so ist. Wir haben die Probleme gesehen, sie waren eindeutig. Wir haben einige Ideen, die zu lösen. Man kennt aber die Bedingungen und die Reifen nicht. Es wird das erste Mal unter Hitze sein - und das erste Mal mit Medium und Hard."