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Kobayashi: "Es ist keine einfache Situation"

Der geschasste Caterham-Pilot Kamui Kobayashi erhält sein Cockpit für das Rennen in Monza zurück - Was darüber hinaus geschieht, bleibt unklar

(Motorsport-Total.com) - Die Koffer für die Reise nach Spa-Francorchamps waren schon gepackt, da kam die Absage vom Team. Mit der Situation abgefunden befand er sich schon in Tokio , da holte ihn Caterham wieder zurück. Kamui Kobayashi erlebt gerade eine Achterbahn der Rennfahrer-Gefühle. In Belgien wurde er überraschend von Andre Lotterer ersetzt, in Monza darf er plötzlich wieder an den Start. Ob das auch für Singapur der Fall sein wird, bleibt jedoch zu bezweifeln.

Kamui Kobayashi

Raus in Spa, rein in Monza: Kamui Kobayashi bei Caterham Zoom

"Es ist keine einfache Situation", gibt Kobayashi zu und kann seinen Frust auch hinter seinem stets höflichen Lächeln nicht verstecken: "Ich bin hier wegen des Rennsports, aber nach den vergangenen paar Wochen scheint es, als würde hier mehr Politik gemacht als Sport. Wir haben mit Anwälten gesprochen und so sieht es jetzt aus. Ich habe einen Vertrag."

Kobayashi, der 2012 nach vier Jahren Formel 1 schon seinen Platz bei Sauber räumen musste und seither verzweifelt nach einer Finanzierungsmöglichkeit sucht (er bat sogar seine Fans um Spenden), sind die Hände gebunden, was seinen Verbleib in der Königsklasse angeht.

Die Spa-Absage kam kurzfristig und überraschend

"Ich bin ein Caterham-Fahrer und es liegt nicht in meiner Hand", so der Japaner. "Wenn sie sagen, ich soll in den Simulator, gehe ich in den Simulator, sagen sie ich soll zu Hause bleiben, bleibe ich zu Hause, sagen sie, ich soll fahren, fahre ich. Natürlich bin ich enttäuscht, aber ich kann nichts dagegen tun."


Fotos: Caterham, Großer Preis von Italien, Pre-Events


Sein Aussetzen in Spa-Francorchamps und seine Rückkehr in Monza kamen für ihn genauso überraschend wie für den Rest der Öffentlichkeit. Während sein Ersatzmann Lotterer kurzfristig mit der positiven Nachricht eines späten Formel-1-Debüts umgehen musste, wurde Kobayashi nach eigener Aussage ohne Erklärung vor den Kopf gestoßen.

"Vor Spa war ich in der Fabrik, um im Simulator zu arbeiten", so der 27-Jährige. "Ich war bereit für das Rennen, aber kurz bevor ich nach Spa aufbrach, haben sie sich dafür entscheiden, dass ich nicht fahren werde. Ich war trotzdem in Spa, aber nicht an der Strecke, weil ich Ärger aus dem Weg gehen wollte. Es war nicht klar, was im Team geschieht, und ich hatte nichts dazu zu sagen. Sie gaben mir keinen Grund, sagten nur, dass ich nicht fahren würde."

Kein böses Blut

Schon am Rennsonntag verließ Kobayashi Belgien aber schon wieder und twitterte Fotos von einem Ausflug nach Frankreich und Schottland. Danach begab er sich sogar in sein Heimatland nach Japan, denn für den Grand Prix von Italien plante Caterham ohnehin schon den jungen Roberto Merhi ein, der vorläufig lediglich im ersten Ferien Training zum Einsatz kommen kann. Erst am Mittwoch erfuhr Kobayashi von seinem Monza-Einsatz. Der Flug ging anscheinend noch rechtzeitig.

Trotz seiner unglücklichen Position und der ungewissen Zukunft zeigt der Japaner Verständnis für sein Team und verliert kein böses Wort über das Teammanagement um Teamchef Christijan Albers und Teamberater Colin Kolles.

"Wenn sie überleben wollen, müssen sie irgendetwas tun, und ich denke, das passiert gerade." Kamui Kobayashi über Caterham

Spekulationen, ob die Dinge für ihn mit der alten Teamführung unter Tony Fernandes anders verlaufen wären, wehrt er ab: "Das ist schwierig zu vergleichen, denn die Situation ist ganz anders. Wenn es den Wechsel im Management nicht gegeben hätte, würde das Team vielleicht gar nicht mehr fahren. Ich weiß nicht genau, wie die Situation im Moment ist. Es ist sehr undurchsichtig. Wenn sie überleben wollen, müssen sie irgendetwas tun, und ich denke, das passiert gerade."

Der junge Spanier Mehri bleibt bei Caterham im Gespräch und soll auch zu mindestens zwei Renneinsätzen kommen. Kobayashi weiß daher, dass ein Engagement über Monza hinaus unwahrscheinlich ist: "Ich denke, wir müssen uns nach anderen Möglichkeiten umschauen, aber warten wir erst einmal ab, was wir ausrichten können."

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