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Klien: "Schließe mentale Schwäche bei Webber aus"

Christian Klien glaubt nicht, dass die schwache Saison seines Ex-Teamkollegen Mark Webber auf ein mentales Problem zurückzuführen ist

(Motorsport-Total.com) - 2010 heizte Mark Webber seinem Teamkollegen Sebastian Vettel ordentlich ein, doch der Heppenheimer setzte sich durch und wurde Weltmeister. Ein Jahr später war der "Aussie" ein Schatten seiner selbst und konnte beim Saisonfinale sein einziges Rennen gewinnen, weil Vettels Getriebe streikte. Sein Teamkollege wurde mit elf Siegen Weltmeister.

Mark Webber

Mark Webber stand 2011 ganz klar im Schatten von Sebastian Vettel

Doch was ist der Grund für Webbers Einbruch? Hat Vettel mit seinem Titel im Team endgültig für klare Fronten gesorgt und profitiert vom Weltmeister-Bonus? Oder hat der Erfolg seines Teamkollegen das Selbstbewusstsein des Routiniers erschüttert? Christian Klien - 2004 bei Jaguar Webbers Teamkollege - kann sich nicht vorstellen, dass der "Aussie" an Vettel mental zerbricht.

"Man kann hundertprozentig ausschließen, dass er eine mentale Schwäche hat", sagt Klien gegenüber 'ServusTV'. "Ich kenne ihn seit einigen Jahren und er gilt als sehr starke Persönlichkeit. Er hatte 2010 ein fantastisches Jahr und startete mit sehr viel Selbstvertrauen in dieses Jahr. Es lief aber alles andere als rund für ihn."

Der Österreicher vermutet, dass die Reifen Webbers Leistungen beeinträchtigten: "Manche sagen, dass er Probleme mit den neuen Pirelli-Reifen hatte." Dennoch gelang es dem Red-Bull-Piloten dieses Jahr, sieben Mal die schnellste Runde zu drehen - so oft, wie kein anderer Fahrer. Klien vermutet, dass Webber damit seinen Speed unter Beweis stellen wollte: "Es ist sicher eine Art Selbstbestätigung, gegen Rennende noch einmal schnelle Runden zu fahren."

Man wird sehen, ob Webber in der kommenden Saison für Vettel eine Gefahr darstellen kann. Klien sieht einen anderen Piloten aus größte Bedrohung für den zweifachen Weltmeister aus Deutschland: Fernando Alonso. "Er ist auf jeden Fall der kompletteste Fahrer im Feld", streut er dem Mann aus Oviedo Rosen. "Wenn er im Winter mit Ferrari perfekt zusammenarbeitet, dann können sie sicher ein starkes Auto bauen. Und dann ist er mit Sicherheit ein ernstzunehmender Konkurrent. Er hatte auch dieses Jahr mit diesem unterlegenen Auto starke Rennen."

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