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Webber: "Eine Saison ohne extreme Höhen und Tiefen"

Mark Webber will einen versöhnlichen Saisonausklang fahren und blickt bereits auf das kommende Jahr - Die Leistungen zuletzt sind für ihn ermutigend

(Motorsport-Total.com) - In der Saison 2011 wurden alle Red-Bull-Siege von Sebastian Vettel eingefahren. Sein Teamkollege Mark Webber hatte ein schwieriges Jahr, aber dennoch hat er noch die Chance, beim Saisonfinale in Brasilien Vizeweltmeister zu werden. Dafür müsste der Australier aber in jedem Fall gewinnen und Jenson Button (McLaren) müsste Probleme haben. Daran denkt Webber jetzt nicht in erster Linie. Nach der langen und schwierigen Saison will der Routinier das Finale genießen und sich mit einer starken Leistung in die Winterpause verabschieden.

Mark Webber

Mark Webber will seine Gegner künftig wieder nur im Rückspiegel sehen

"Es ist schön, dass das Saisonfinale in Brasilien stattfindet. Man hat keine Probleme sich zu motivieren, denn hier ist es etwas altmodisch. Den Leuten gefällt es, hierher zu kommen. Die Einrichtungen sind etwas veraltet, aber ansonsten ist die Strecke sehr schön. Die Fahrer mögen es hier."

"Außerdem sind meistens einige Brasilianer am Start, was gut für die Atmosphäre ist. Es ist immer eine Art Karneval hier", sagt Webber mit Blick auf die Tribünen. "Ich persönlich fahre gern hier, es ist immer eine interessante Herausforderung. Unser Auto hat in den vergangenen Jahren hier sehr gut funktioniert. Ich will zum Saisonende noch ein gutes Wochenende haben."


Fotos: Mark Webber, Großer Preis von Brasilien, Pre-Events


Webber hat den Punkt Motivation angesprochen. Obwohl er in den vergangenen zwölf Monaten im Schatten seines Teamkollegen gestanden hat, hat er noch lange nicht aufgegeben. "In erster Linie machte es Spaß, diese Autos zu fahren. Es liegt natürlich in der Natur des Menschen, dass man immer mehr will."

"Im Vorjahr war das Level sehr hoch, aber aus diversen Gründen war das in dieser Saison nicht der Fall. Das müssen wir uns über den Winter ansehen, von meiner Seite, von Teamseite und von allen Seiten. Es gibt Gründe, die mich optimistisch auf einen guten Saisonstart hoffen lassen."

Den Optimismus hat der 35-Jährige nicht verloren. Wie würde er seine Saison zusammenfassen? "Wir hatten eine schlechte Zuverlässigkeit zu Saisonbeginn, aber trotzdem haben wir die Rennen beendet", spricht Webber die KERS-Probleme an. "Das war ein schlechter Start in die Saison. An jedem Wochenende will man zurückschlagen und sein Bestes geben. Es gab keine großartigen Tiefen, aber auch keine Höhen, es war alles recht konstant. Es war eine konstante Saison auf einem Level."

"Mein letztes Rennen war konkurrenzfähig, wenn ich bedenke, dass mir zwischen 20 und 30 Punkten an Abtrieb gefehlt haben, weil ich Gummi mit dem Auto aufgesammelt hatte. Ich kann nur darüber sprechen. Die Samstage müssen besser werde, damit das gesamte Wochenende stärker ist. Die Sonntage waren zuletzt für mich ermutigend."

¿pbvin|512|4271||0|1pb¿"Wie gesagt, zu Saisonbeginn war es für mich schwierig zu verstehen, warum ich an den Sonntagen nicht so schnell war. Jetzt bin ich am Sonntag relativ konkurrenzfähig, manchmal auch sehr konkurrenzfähig. Das ist ein Grund für mich, optimistisch zu sein, wenn sich die Reifen nicht stark ändern, und ich glaube auch nicht, dass sie sich sehr ändern werden."

Bei Red Bull haben die Fahrer alle Daten zur Verfügung. Webber kann sich genau die Telemetrie von Vettel ansehen und mit seiner eigenen vergleichen. "Wenn man sich eine Runde ansieht und überall verliert, dann kommt man nicht auf das Tempo. An manchen Strecken war es so, auf anderen nicht so stark. Vom letzten Jahr auf dieses war der Unterschied recht extrem", meint Webber über den Vergleich zu seinem Teamkollegen.

Während Vettel die Gegenwart und die Zukunft der Formel 1 gehört, neigt sich Webbers Karriere in den kommenden Jahren dem Ende entgegen. In Deutschland gibt es mit der DTM eine populäre Tourenwagenserie, in die schon zahlreiche Fahrer, wie Mika Häkkinen, David Coulthard oder Ralf Schumacher, nach ihrer Formel-1-Karriere hinwechselten.

In Webbers Heimat Australien sind die V8 Supercars sehr populär. Unter anderem fuhr Alan Jones, der Weltmeister von 1980, einige Jahre in dieser Tourenwagenserie. Vor wenigen Wochen fand die Veranstaltung in Surfers Paradiese statt, wo zahlreiche Gaststarter dabei waren. Würde Webber das interessieren? "Wahrscheinlich nicht. Ich habe es im Fernsehen gesehen und hatte meinen Spaß. Ich glaube aber nicht, dass ich nach meiner Formel-1-Karriere Tourenwagen fahren werde."

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