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Kampf vor Gericht: Klagt sich van der Garde in den Sauber?

Giedo van der Garde pocht mit juristischen Mitteln auf ein Formel-1-Renncockpit bei Sauber: Australische Richter müssen in Eilverfahren entscheiden

(Motorsport-Total.com) - Sauber droht vor dem Start in die Formel-1-Saison 2015 einiges Ungemach. Der bisherige Testpilot Giedo van der Garde will sich mit juristischen Mitteln ein Renncockpit im schweizerischen Team sichern. Der Niederländer pocht auf einen Vertrag, der ihm offenbar den Status als Einsatzpilot in der neuen Saison zusichert. Hintergrund ist eine Option im Testfahrervertrag, der vom 20. Januar 2014 datiert. Hierin war eine Klausel verankert, die van der Garde im Falle einer Aktivierung zum Stammfahrer 2015 gefördert.

Giedo van der Garde

Hat Giedo van der Garde ebenso wie Adrian Sutil einen gültigen Sauber-Vertrag? Zoom

Sauber hat diese Option laut Unterlagen eines australischen Gerichts am 28. Juni 2014 gezogen. Zu jenem Zeitpunkt wären demnach beide Cockpits für die Folgesaison vergeben gewesen. Neben van der Garde hätte Adrian Sutil agieren sollen, dessen Sauber-Vertrag nach eigener Aussage ohnehin bis Ende 2015 Gültigkeit hat. Im Gegensatz zum Deutschen, der ebenfalls den juristischen Weg beschreitet, geht das Management von van der Garde nun noch weiter.

Der Niederländer und seine Berater haben beim Obersten Gerichtshof des australischen Bundesstaates Victoria einen Eilantrag gestellt. Die dortige Schiedsstelle soll auf Grundlage der von van der Garde eingereichten Unterlagen entscheiden, ob dem bisherigen Testpiloten ein Renncockpit für die Saison 2015 zusteht. Sollte Richter Croft, der für Montag in Melbourne zu einer Anhörung geladen hat, zugunsten von van der Garde entscheiden, dann könnte Sauber große Schwierigkeiten bekommen.

Statt Sutil und van der Garde wurden von der Schweizer Mannschaft für die bevorstehende Formel-1-Saison die beiden Youngster Felipe Nasr und Marcus Ericsson genannt. Beide Nachwuchspiloten bringen umfangreiche finanzielle Unterstützung ins Team ein. Vor allem im Falle des Schweden ist zu hören, dass dessen Geldgeber schon im Winter einige Raten überwiesen haben. Auch Nasr und Ericsson werden gültige Verträge für ein Renncockpit haben - sie bekommt Sauber also nicht einfach heraus.

Van der Gardes Chancen in Australien sind womöglich gar nicht schlecht, denn zuletzt hatte ihm die Schiedskammer (SCAI) in der Schweiz Recht gegeben. Am vergangenen Montag hatten die Schweizer geurteilt, dass Sauber "jegliche Handlungen zu unterlassen hat, deren Wirkung es ist, dass Herr van der Garde seinen Anspruch nicht geltend machen kann, in der Formel-1-Saison 2015 als einer der zwei von Sauber genannten Rennfahrer teilnehmen" zu können.

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