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Rückschlag für Monza: Antrag auf Steuerentlastung gescheitert

Der Antrag auf eine Steuerentlastung für den Kurs in Monza ist erneut gescheitert, doch der Kampf um die Zukunft des Rennens über 2016 hinaus geht weiter

(Motorsport-Total.com) - Rückschlag für die Versuche, den Grand Prix von Italien in Monza auf einer der letzten Traditions-Rennstrecken zu retten: Der Antrag auf eine Steuerentlastung des Kurses in Folge des von Ministerpräsident Matteo Renzi in Italien eingeführten Stabilitätsgesetzes wurde am Mittwoch erneut abgelehnt. Das Stabilitätsgesetz sollte die Steuern in Italien pro Jahr um 36 Millionen Euro senken. Damit allerdings auch der Kurs davon profitiert, wäre eine Gesetznovelle notwendig.

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Eine Steuerentlastung in Höhe von zehn Millionen Euro war von den Promotern des Formel-1-Rennens in Monza als Grundbedingung für eine Verlängerung des Vertrages über das Jahr 2016 hinaus gefordert worden, da sonst die Kosten nicht mehr tragbar wären. Statt den derzeit rund zehn Millionen Euro Lizenzgebühr fordert Formel-1-Boss Bernie Ecclestone bei einer eventuellen Vertragsverlängerung 20 Millionen Euro jährlich.

Die Entscheidung gegen die Steuerentlastung lässt nun die Wogen hochgehen. "Wir haben keinen zusätzlichen Cent gefordert, bloß die Ratifizierung einer bürokratischen Angelegenheit", wird der Politiker Paolo Grimaldi von 'Il Cittadino' zitiert. "Es ist nicht tolerierbar, dass die Regierung gegen den Grand Prix von Italien ist."

Und auch der Geschäftsführer von Promoter Sias, Andrea dell'Orto, versteht gegenüber 'Il Giorno' die Entscheidung nicht. "Das ist eine sehr ernste Angelegenheit, vor allem, weil es sich um eine Abänderung ohne zusätzliche Kosten gehandelt hätte."

Trotz der schlechten Nachrichten will man weiter kämpfen, um den Klassiker auch in Zukunft im Formel-1-Kalender behalten zu können. "Jetzt werde ich direkt bei Premierminister Renzi um ein Treffen ansuchen."

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