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Jordan unterstellt Michelin egoistische Motive

Ex-Teamchef Eddie Jordan glaubt, dass Michelin den Rückzug aus der Formel 1 abblasen wird, geht mit den Franzosen aber hart ins Gericht

(Motorsport-Total.com) - Mitte Dezember 2005 hat Michelin offiziell bekannt gegeben, dass man sich Ende 2006 aus der Formel 1 zurückziehen wird, doch Gerüchten zufolge basteln die Franzosen hinter den Kulissen schon an einem möglichen Comeback - und wollen sich offenbar nach einem Jahr Pause 2008 für die Ausschreibung des Reifenmonopols im Grand-Prix-Sport bewerben.

Eddie Jordan

Eddie Jordan lässt derzeit kein gutes Haar an Reifenhersteller Michelin Zoom

Zwar handelt es sich dabei momentan nicht mehr als um eine Spekulation, doch die Anzeichen in diese Richtung verdichten sich, weil einige Teamchefs - allen voran Ron Dennis von McLaren-Mercedes - entsprechende Appelle in Richtung Clermont-Ferrand ausgeschickt haben. Michelin kann 2007 nicht an der Formel-1-Weltmeisterschaft teilnehmen, weil die entsprechende FIA-Frist bereits verstrichen ist, doch ein Comeback 2008 wäre zumindest theoretisch denkbar.#w1#

Jordan hat Indianapolis 2005 noch nicht vergessen

"Ich bekomme es nicht aus dem Kopf, es war fürchterlich." Eddie Jordan

Eddie Jordan wünscht sich allerdings ohnehin, dass das Monopol an Bridgestone vergeben wird, denn die Japaner sind seiner Meinung nach ein zuverlässigerer und dem Sport insgesamt nützlicherer Reifenhersteller - und dann gab es da ja auch noch Indianapolis 2005: "Ich bekomme es nicht aus dem Kopf, es war fürchterlich", sprach er in seiner Kolumne für 'F1 Racing' das Skandalrennen an, bei dem wegen eines Michelin-Problems nur sechs Bridgestone-Autos am Start waren.

Besonders erbost ist Jordan darüber, dass Michelin in seinen Augen nicht verantwortungsbewusst gehandelt hat, denn eigentlich hätte es nie zu dem folgenschweren Skandal kommen dürfen: "Sie scheinen nicht genug unternommen zu haben, um das Problem in den Griff zu bekommen", kritisierte der 58-Jährige. "Was haben sie aus Ralf Schumachers schwerem Unfall im Jahr davor gelernt, der ja auch auf einen Reifenschaden zurückzuführen war?"

"In der Formel 1 geht es um langfristige Verpflichtung, aber Michelin hat sich nie langfristig verpflichtet. Ich weiß, dass sie im Rallyesport engagiert sind - einer weiteren Rennserie, die von Automobilherstellern kontrolliert wird -, aber ich würde gerne wissen, was sie eigentlich für die Wurzeln des Motorsports tun: für den Kartsport, für die Nachwuchsformeln. Leider ist die Antwort: nicht genug", so Jordan.

Reifenmonopol kostet die Teams beträchtliche Summen

"Keine Frage, dass sich die Teams über das entgangene Budget aus den Reifenverträgen beschweren werden." Eddie Jordan

"Keine Frage, dass sich die Teams über das entgangene Budget aus den Reifenverträgen beschweren werden, aber sie haben sich den Reifenfirmen gegenüber ja selbst prostituiert", fügte der ehemalige Rennstalleigentümer, der 2008 mit einem neuen Projekt in die Formel 1 zurückkehren will, an. Gleichzeitig ermahnte er die Teams, statt den Geldern aus Reifenverträgen nachzutrauern lieber die Testfahrten zu reduzieren, weil man so wesentlich mehr für die Bilanzen tun könne.

Dass Jordan in seiner Kolumne kein gutes Haar an Michelin ließ, brachte sein bilanzierender Appell auf den Punkt: "Michelin, ihr werdet ohne Zweifel zurückkehren, daher hoffe ich, dass ihr euch Gedanken darüber macht, was ihr für die Formel 1 tun könnt, nicht darüber, was sich aus ihr herausholen lässt", forderte er den französischen Reifenhersteller ohne konkrete Angabe von Argumenten zu einem weniger egoistischen Vorgehen auf.

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