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  • 09.06.2003 · 15:46

  • von Marco Helgert

Jean Todt: Zehn Jahre bei Ferrari

In wenigen Tagen wird Teamchef Jean Todt seinen zehnten Jahrestag bei Ferrari feiern - der Franzose ist stolz auf sein Werk

(Motorsport-Total.com) - Als Jean Todt 1993 zu Ferrari kam, war der italienische Rennstall in einem chaotischen Zustand. Nach dem Tod von Enzo Ferrari im Jahre 1988 begannen die politischen Spielchen hinter den Kulissen. Über die Jahre wurde die Marschrichtung des Teams immer wieder geändert, Sportliche Leiter kamen und gingen und hinterließen beim Team häufig Ratlosigkeit und Chaos.

Jean Todt

Jean Todt brachte der Scuderia Ferrari die ersehnten Erfolge zurück

Pier-Giorgio Cappelli wurde von Fiat-Boss Ghidella als Nachfolger von Enzo Ferrari ernannt. Der Italiener, der anfänglich nicht viel von der Formel 1 verstand, erkannte die Schwächen des Rennstalls und plante langfristig eine Umstrukturierung des Teams. Doch Cappelli war den internen Machtspielchen nicht gewachsen, ein Jahr später wurde er durch Cesare Fiorio ersetzt, der zuvor Rennleiter der Rallye-Truppe von Lancia war.

Unter Fiorio ging es für Ferrari auf und ab. 1989 standen die Ferraris mehr an den Boxen, als sie zum Fahren kamen. 1990 hatte Alain Prost durchaus berechtigte Chancen auf den Titel. Doch von Kontinuität keine Spur: 1991 fuhren die Ferrari keinen einzigen Sieg heraus. Die Leidensgeschichte begann. 1992 fiel Ferrari in ein noch tieferes Loch.

Jean Todt ? der Mann hinter Ferraris Erfolg

1993 wurde mit Jean Todt ein Mann engagiert, der den Motorsport von der untersten Ebene kennt: Der kleine Franzose war Rallye-Beifahrer und zeigte ich Mitte der 80er Jahre als Einsatzleiter bei Peugeot für deren durchschlagende Erfolge mit dem neuen 205 verantwortlich. Dieser Mann sollte Ferrari wieder glänzen lassen.

Der Aufwärtstrend der Jahre 1994 und 1995 war nicht zu übersehen. Gerhard Berger und Jean Alesi waren regelmäßig unter den Besten zu finden. Todt gab dem Team Struktur und eine Linie, die durch die Verpflichtung von Michael Schumacher 1996 nur noch verstärkt wurde. Der Aufstieg des Teams war unaufhaltsam: Nach drei knapp verlorenen Meisterschaften wurden die Früchte in den Jahren 2000, 2001 und 2002 geerntet.

Zehn Jahre Ferrari und kein bisschen müde

"In einigen Tagen werde ich meinen zehnten Jahrestag bei Ferrari feiern", so Jean Todt. "Ich habe immer gesagt, dass ich meine Arbeit hier in Maranello beenden werde. Ich habe noch immer viel Leidenschaft für meine Arbeit, und meine Motivation ist so hoch wie immer. Ich könnte nicht von einem besseren Team träumen."

"Ich bin stolz darauf, dass ich ein paar weitere Jahre hier bleiben kann", fuhr der Franzose fort. "Ich hoffe, dass wir in der Lage sein werden, unseren Fans noch mehr Befriedigung zu geben. Ich bin stolz, dieses Team aufgebaut zu haben und für eine legendäre Automobilmarke wie Ferrari arbeiten zu können."

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