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  • 23.09.2011 · 07:56

  • von Stefan Ziegler

Irvine: "Zweikämpfe sind kaum noch was wert"

Der ehemalige Formel-1-Pilot Eddie Irvine tut KERS und den verstellbaren Heckflügel schlichtweg als "Spielereien" ab und freut sich über "echte Racer"

(Motorsport-Total.com) - Seit dem Saisonbeginn können die Fahrer der Formel 1 auf zwei technische Hilfsmittel zurückgreifen, die das Überholen in der Königsklasse erleichtern sollen: KERS, bereits aus dem Rennjahr 2009 bekannt, bringt für einige Sekunden etwas mehr Schub, und der verstellbare Heckflügel verschafft dem Piloten für kurze Zeit etwas weniger Luftwiderstand. Dank dieser Systeme ist Überholen keine Kunst mehr.

Eddie Irvine

Eddie Irvine ist beeindruckt von Sebastian Vettels Überholmanöver in Monza

Diesen Standpunkt vertritt zumindest der ehemalige Formel-1-Fahrer Eddie Irvine. Der Nordire findet überhaupt keinen Gefallen an der aktuellen Rennsaison: "Da gibt's mir zu viele Spielereien. Wegen des beweglichen Heckflügels weiß man doch gar nicht mehr, ob jemand ein tolles Überholmanöver gemacht oder einfach nur den Knopf gedrückt hat", sagt Irvine bei 'Auto Bild motorsport' (Jetzt abonnieren!).

"Zweikämpfe sind kaum noch etwas wert und manchmal hat es sogar der Schnellere schwer, seine Position zu verteidigen", meint der 45-Jährige. Sebastian Vettel habe in Monza allerdings bewiesen, dass auch ohne Hilfsmittel noch etwas zu bewerkstelligen sei: "Er ist immer schon gut gefahren, aber erst jetzt hat er gezeigt, dass er ein echter Racer ist. Er hat klargestellt, dass er 'dicke Eier' hat."