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  • 16.07.2001 · 12:14

Hockenheim für neuen Besucherrekord gerüstet

Zwei Wochen vor dem Rennen in Hockenheim gibt der Veranstalter bekannt, dass man für den Ansturm gerüstet ist

(Motorsport-Total.com/sid) - 250.000 Zuschauer, überfüllte Campingplätze und ein Umsatz von rund 80 Millionen Mark: Hockenheim ist für das Formel-1-Festspiel beim Großen Preis von Deutschland am 29. Juli gerüstet, der für Titelverteidiger Michael Schumacher schon die Generalprobe für die mögliche WM-Feier drei Wochen später in Budapest (19. August) sein könnte. Sollte der Ferrari-Star, der die WM-Wertung nach elf von 17 Rennen mit 31 Punkten vor McLaren-Mercedes-Pilot David Coulthard (Schottland) anführt, das "Heimspiel" und anschließend in Budapest gewinnen, wäre ihm der vierte WM-Titel auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen.

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"Schon seit zwei, drei Monaten sind fast alle Karten vergriffen. Am Rennsonntag rechnen wir mit 100.000 Besuchern. Das Interesse ist konstant groß", sagte Hartmut Tesseraux, Pressesprecher der Hockenheimring GmbH, dem 'Sport-Informations-Dienst'. Derzeit wird versucht, diverse Zusatztribünen zu installieren, um den Ticket-Anfragen gerecht zu werden. "Der Boom ist ungebrochen. Wir rechnen in den kommenden Jahren sogar noch mit einer weiteren Steigerung", sagte Hockenheims Bürgermeister Gustav Schrank.

Ein Gewinner steht schon fest: Die Stadt Hockenheim profitiert mit etwa 800.000 Mark (Mieteinnahmen usw.) vom PS-Spektakel, das laut Tesseraux "Wohlstand in die Region" bringt. "Immerhin gibt jeder Besucher im Schnitt 340 Mark pro Tag aus. Davon hat natürlich auch das Umland seinen Nutzen", betonte Tesseraux. mehr als 3.000 Betriebe mit etwa 17.000 Arbeitsplätzen sind involviert. Im Umkreis von 60 Kilometern ist für das Rennwochenende kein Hotelzimmer mehr zu bekommen. Den Campern ist das egal, mehr als 20.000 Motorsport-Anhänger werden auf den Zeltplätzen rund um die Strecke erwartet.

Die Freaks haben auch maßgeblichen Anteil daran, dass ein Merchandising-Laden mit Produkten von Michael und Ralf Schumacher an drei Renntagen mit Einnahmen von geschätzten 70.000 Mark kalkuliert. 1.500 Helfer kümmern sich unter anderem um die Gastronomie und Reinigung auf dem Gelände.

Besonders stolz sind die Veranstalter auf das für eine Million Mark neu installierte Race-Control-Centers. Das bestehende Zielhaus wurde unlängst mit dem "Herz des Rennens" aufgestockt, in dem auch die Rennleitung untergebracht ist. "Damit haben die beengten Verhältnisse endlich ein Ende", meinte Tesseraux.

Abschied müssen die Zuschauer dagegen von dem Original-Kurs nehmen, denn bereits im nächsten Jahr sollen die Piloten auf dem "neuen" Hockenheimring starten. Die Umbauarbeiten, in deren Mittelpunkt unter anderem die Streckenverkürzung von 6,8 auf 4,5 Kilometer steht, beginnen im Herbst 2001 und sollen bis Mitte kommenden Jahres abgeschlossen sein. Die Maßnahmen waren die Bedingung von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und die Garantie für die Vertragsverlängerung bis 2008. Die Gesamtkosten für den Ausbau sollen sich auf 94,5 Millionen Mark belaufen.

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