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Hockenheim als Härtetest für die Hybridsysteme

Die Formel 1 kommt mit dem Hockenheimring auf die vierte Power-Strecke in Folge - Mit welchen Mitteln die Antriebsexperten ein Überhitzen verhindern wollen

(Motorsport-Total.com) - In dieser Phase der WM sind die Antriebseinheiten der Formel-1-Boliden besonders gefordert. Kanada, Österreich, Großbritannien und Deutschland sind allesamt Strecken, wo ein Großteil der Runde unter Volllast gefahren wird. In Hockenheim sind es 65 Prozent. "Vor allem ERS und seine Komponenten werden besonders belastet", weiß Mattia Binotti, der stellvertretende Ferrari-Direktor im Bereich Motor und Elektronik. "Hockenheim ist da mit Kanada vergleichbar."

Motodrom in Hockenheim

In Hockenheim werden die Antriebseinheiten besonders gefordert

Und Renault-Betriebsleiter Remi Taffin bestätigt: "Durch diese enormen Belastungen, die die gesamte Antriebseinheit betreffen, wird alles sehr heiß werden. Dazu kommen die erwarten hohen Lufttemperaturen, die die Herausforderung noch größer machen werden. Um jeglichen Überhitzungsproblemen vorzubeugen, werden wir eine andere Kühlungskonfiguration einsetzen und die Elemente der Antriebseinheit etwas anders einsetzen. Wir werden zum Beispiel Komponenten in Verbindung setzen, die an unterschiedlichen Zeitpunkten ihrer Lebensdauer sind."

Der Franzose rechnet nicht damit, dass es Probleme beim Aufladen des Bremssystems MGU-K geben könnte: "Anders als in Silverstone sind die Geraden durch mittelschnelle und langsame Kurven wie die Haarnadel und das Motodrom verbunden. Die Energierückgewinnung beim Bremsen dürfte daher relativ einfach sein, was in Hinblick auf den Spritverbrauch eine gute Nachricht ist."

Obwohl die Strecke 2002 umgebaut wurde, existiert nach wie vor der Kontrast zwischen den langsamen Motodrom und den schnellen restlichen Passagen. Das macht die Feinabstimmung der Antriebseinheit entscheidend, um eine bessere Performance zu finden", sagt Binotti.

Bei Renault ist man zuversichtlich, dass man sich in Hockenheim in guter Form präsentieren kann. "Wir wollen die Form zeigen, die wir in Kanada und Silverstone hatten", kündigt Taffin an. "Unsere Zuversicht ist durch den Test der neuen Software in der vergangenen Woche und den neuen Sprit von Total größer geworden - das sollte uns auf eine Runde eine bessere Performance bringen."

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