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Hersteller bringen Gegenvorschlag zum Alternativmotor

Der geplante Alternativmotor soll morgen endgültig vom Tisch sein: Die vier Motorenhersteller haben bereits einen Gegenvorschlag präsentiert

(Motorsport-Total.com) - Der Alternativmotor, der 2017 eine günstige Variante zu den Hybridantrieben werden sollte, wird voraussichtlich morgen endgültig vom Tisch sein. Bei einem Treffen der Formel-1-Kommission in Genf wollen die Motorenhersteller geschlossen gegen den Vorstoß von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und FIA-Präsident Jean Todt stimmen, die sich für eine unabhängige und kostengünstige Alternative der Triebwerke eingesetzt hatten.

Renault Power Unit

Morgen soll eine Lösung für den Alternativmotor gefunden werden Zoom

Die FIA hatte bereits ein Bewerberverfahren eröffnet, für das sich Ilmor, AER und Mechachrome eingeschrieben hatten, doch die Strategiegruppe lehnte den Vorschlag bereits Ende November ab, weil sich die Hersteller gegen das Thema stellten. Das sind schlechte Nachrichten für Red Bull, die ab 2017 mit einem unabhängigen Motorenausrüster an den Start gehen wollten, nachdem man für 2016 reihenweise bei den Herstellern abgeblitzt war.

Doch laut Informationen von 'Auto Bild motorsport' haben die vier Hersteller Ferrari, Mercedes, Renault und Honda per Brief einen Gegenvorschlag präsentiert, der den Alternativmotor scheitern lassen soll. Demnach soll der Hybridmotor ab der Saison 2017 nur noch zwölf statt 18 Millionen Euro pro Saison kosten und damit erheblich günstiger werden. Damit würde man auch dem Alternativmotor näher kommen, der zwischen sechs und acht Millionen Euro angesetzt war.

Die Preissenkung will man unter anderem dadurch erreichen, dass man einige Bauteile im Antrieb vereinheitlichen will, was wiederum die Dominanz von Mercedes einschränken soll. Bei der Sitzung der Formel-1-Kommission morgen soll der Gegenvorschlag beschlossen werden. Eine Einigung gilt als wahrscheinlich, denn auch Präsident Jean Todt soll sich auf die Seite der Hersteller geschlagen haben. Der Hybridmotor soll dann bis 2024 festgeschrieben werden.