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Kein Kurswechsel: McLaren hält an kompakter Bauweise fest

McLaren will trotz der technischen Probleme in der Formel-1-Saison 2015 an der kompakten Bauweise des Fahrzeughecks festhalten

(Motorsport-Total.com) - Obwohl der McLaren-Honda in der Formel-1-Saison 2015 nicht gerade ein Musterbeispiel für Zuverlässigkeit war, will das britische Team an der extrem kompakten Bauweise des Fahrzeughecks festhalten. "Wenn man gewinnen will, darf man andere nicht kopieren, sondern muss es besser machen", erklärt Rennleiter Eric Boullier gegenüber 'Autosport'.

Fernando Alonso

McLaren will seinen Autos weiterhin eine schlanke Taille verpassen Zoom

Durch die kompakte Bauweise des Hecks gab es im MP4-30 nur wenig Platz zum Einbau der Honda-Antriebseinheit. Diese musste, um den Anforderungen des Chassis zu entsprechen, ebenfalls sehr kompakt konstruiert werden, was nach Einschätzung von Experten eine der Hauptursachen für die vielen Defekte im Jahr 2015 war.

Boullier gibt zu, dass dieser extreme Weg nicht ohne Risiko sei, zeigt sich von dem Konzept seiner Designer aber überzeugt. "Wir wussten, dass es schmerzhaft werden kann, wussten aber auch, dass wir an Lösungen arbeiten, die besser sind als die der aktuell dominierenden Kräfte", so die selbstbewusste Einschätzung des Rennleiters.

Das extrem eng geschnittene Heck ist die erste grundsätzliche Designidee von Chefaerodynamiker Peter Prodromou, den McLaren 2014 von Red Bull abgeworben habe. Der neue Designer haben laut Boullier frischen Wind in die Konstruktionsbüros der Teamzentrale in Woking gebracht.


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"Peters hauptsächlicher Einfluss war die Einführung einer neuen Philosophie, eines neuen Verständnisses davon, wie Aerodynamik gebaut werden muss. Das war ein großer Fortschritt", sagt Boullier. "Es gab einige Veränderungen, neue Leute, und Peter hat die Führung übernommen. Das läuft sehr gut, ich bin zufrieden und das Auto wird immer besser."

Allerdings gibt der Rennleiter zu bedenken, dass auch der beste Aerodynamiker unter dem aktuellen Reglement keine Wunderdinge vollbringen kann. "Vor fünf Jahren konnte man in der Formel 1 noch frei entwickeln, das geht heute nicht mehr. Es gibt immer mehr Einschränkungen, die es einem schwerer machen, aufzuholen."

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