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Hamilton: "Wir kämpfen gegen eine Getränkefirma"

Lewis Hamilton macht sich über Red Bull lustig: Was McLaren von der Weltmeister-Truppe unterscheidet und warum Webber dort die klare Nummer zwei ist

(Motorsport-Total.com) - Schon im Vorjahr gab es regelmäßig Spannungen zwischen McLaren und Red Bull - rechtzeitig vor dem Saisonstart gießt nun Lewis Hamilton, dessen Team bei den Wintertests große Probleme hatte, wieder etwas Öl ins Feuer. Etwas herablassend kommentierte er das Duell der beiden ungleichen Unternehmen gegenüber dem 'Guardian': "Red Bull ist kein Hersteller, sie sind eine Getränkefirma. Eine Getränkefirma kämpft gegen die Historie von McLaren und Ferrari. Ich weiß nicht, was ihr Plan ist. Unser Team arbeitet daran, wie Ferrari ein größerer Hersteller zu werden, und wir sind verdammt lange hier. Wir sind ein reinrassiges Rennteam."

Lewis Hamilton

Hamilton stichelt gegen die vermeintlich übermächtigen Red-Bull-Rivalen

Ob Red Bull mit dem WM-Titel im Vorjahr eine Ära eingeleitet hat? "Ich bin hundertprozentig sicher, dass weder McLaren noch Ferrari das jemals zulassen werden", stellt Hamilton klar. "Sie sind noch nicht so lange hier wie unsere Teams. Unsere Teams haben einen Status, den sie auch gerne behalten würden. Jahrelang kämpften McLaren und Ferrari um die Spitze und jetzt haben wir da ein neues Team, das gekommen ist und uns geschlagen hat. Ich bin aber ganz sicher, dass jedes Team alles in seiner Macht stehende tun wird, um an der Spitze zu bleiben."

Setzt Red Bull nur auf Vettel?

Dem Weltmeister 2008 ist durchaus bewusst, an welcher Stelle er Red Bull treffen kann, schließlich hat die Rivalität zwischen den Teamkollegen Sebastian Vettel und Mark Webber schon im Vorjahr den Rennstall vor eine Zerreißprobe gestellt. "Für mich sieht es so aus, als wäre das ein klares Nummer-eins-Team", bezieht sich Hamilton gegenüber dem 'Telegraph' auf die wiederholten Aussagen von Red Bull, dass beide Piloten gleich behandelt werden. "Zumindest sieht es von außen so aus. Mark hat es doch auch gesagt, oder? Man kann sich nur auf das beziehen, was er sagt und was man von außen sieht."¿pbvin|512|3455|hamilton|0|1pb¿

"Für mich sieht es so aus, als wäre Red Bull ein klares Nummer-eins-Team." Lewis Hamilton

Gleichzeitig meint er aber auch: "Ich bin sicher, dass Mark so konkurrenzfähig sein wird wie letztes Jahr. Ich bin sicher, dass er zurückschlagen will. Er hatte ein schwieriges Jahr mit viel Ups und Downs und dieses Jahr möchte er stark und konstanter sein." Vettel schätzt er stärker ein als 2010: "Sein Selbstvertrauen ist als Weltmeister wahrscheinlich größer, vor allem hat er wahrscheinlich zum zweiten Mal in Folge das beste Auto. Sein Auto ist verdammt schnell, das gleiche gilt aber offenbar auch für Fernando Alonso."

Hamilton will Stewards und Polizei aus dem Weg gehen

Doch auch er selbst hat die WM trotz der zermürbenden Testfahrten noch nicht ad acta gelegt: "Ich gebe nie auf. Ich werde nicht hier sitzen und sagen: 'Die Weltmeisterschaft ist vorbei, bla bla bla. Als Athlet, als Konkurrent muss man immer den Optimismus behalten." Dies gilt wohl auch für seine Rückkehr nach Australien, schließlich wurde er 2009 disqualifiziert, weil er die Stewards hinters Licht geführt hatte, im Vorjahr wurde er nach ein paar Burnouts mit einem Mercedes-Pkw im normalen Straßenverkehr von der Polizei überführt.

"Ich will nicht im Büro der Stewards auftauchen und nicht mit der Polizei in Kontakt kommen." Lewis Hamilton

"Ich habe keine gemischten Gefühle und bereue nichts", behauptet er. "Ich hatte ein paar interessante Erfahrungen, die mir hoffentlich in Zukunft dabei helfen werden, Zwischenfällen aus dem Weg zu gehen. Ich kehre mit dem Plan zurück, nicht im Büro der Stewards aufzutauchen und nicht mit der Polizei in Kontakt zu kommen. Ich fühle mich sehr positiv. Ich fahre gerne dorthin, es ist eine tolle Reise. Der Ort ist fantastisch und wenn das Wetter gut ist, dann ist auch die Strecke fantastisch."

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