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Hamilton über den Titelkampf: "Glas zu zehn Prozent gefüllt"

Der amtierende Weltmeister Hamilton hat bereits einen großen Abstand zu Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg, aber noch viel Zeit diesen wieder aufzuholen

(Motorsport-Total.com) - In den fünf bisher gefahrenen Rennen der Formel-1-Saison 2016 konnte sich Weltmeister Lewis Hamilton bisher nicht von seiner besten Seite zeigen. Währenddessen gewann sein Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg dafür Rennen um Rennen bis es zu der schicksalhaften Begegnung der beiden in Barcelona kam. In Monaco gehen die Rivalen nun in die sechste Runde und Hamilton bleibt zuversichtlich, den derzeitigen Abstand von 43 WM-Zählern noch überwinden zu können. Dabei gehört Monte Carlo nicht zu seinen glücklichsten Pflastern, weswegen der Brite dieses spezielle Wochenende nur vorsichtig optimistisch angeht.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton ist durstig nach einer Aufholjagd um den Titel Zoom

"Es ist viel einfacher, wenn man in der Meisterschaft führt", räumt der Brite ein, bevor er in den engen Gassen des Fürstentums zeigen kann, was noch in ihm steckt. "Du hast dann einen Vorteil und ein Komfortpolster. Das geht mir im Moment komplett ab. Ich konzentriere mich aber auf das Hier und Jetzt. Ich mache einfach weiter. Es sind noch 16 Rennen zu fahren, es werden noch viele, viele Möglichkeiten kommen."

Sein Talent hat der dreimalige Champion nicht verloren - wohl aber sein Glück. Ob ihn die Technik im Stich ließ oder seine Kollegen ihm auf der Strecke zu nah kamen - selten hatte Hamilton selbst Schuld an den vergleichsweise enttäuschenden Ergebnissen 2016. Und nun kommt auch noch Monaco. Dort konnte Rosberg die letzten drei Grands Prix gewinnen. Hamilton wurde im Fürstentum hingegen 2014 von seinem Teamkollegen im Qualifying behindert und 2015 von seinem Team strategisch um den Sieg gebracht.

Vielleicht geht er das Wochenende auch deshalb nicht ganz so ambitioniert an, wie Rosberg. Das Siegertreppchen muss es bei dem Traditionsrennen nicht unbedingt sein, wenn er dafür am Ende der Saison wieder triumphieren kann. "Ich muss positiv bleiben", sagt Hamilton und bleibt realistisch: "Das Glas ist nicht halbvoll, höchstens zu zehn Prozent. Ich muss den Rest auffüllen. Wenn ich mich frage, ob ich lieber in Monaco gewinne oder den Titel, dann den Titel. Im Großen und Ganzen zeigt sich dann, wie unwichtig es eigentlich ist."