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Formel 1 Monaco 2016: Ricciardo fordert Mercedes heraus

Mit mehr Renault-Power fährt Daniel Ricciardo Trainingsbestzeit in Monte Carlo, 0,6 Sekunden vor Lewis Hamilton - Kuriose Panne an der Mercedes-Box

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Sieg von Max Verstappen in Barcelona geht der Aufwärtstrend von Red Bull auch beim Grand Prix von Monaco in Monte Carlo (Formel 1 2016 live im Ticker) weiter. Daniel Ricciardo sicherte sich die Bestzeit im Donnerstagstraining im Fürstentum, und zwar mit einem beträchtlichen Vorsprung von 0,606 Sekunden auf Lewis Hamilton (Mercedes).

Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo meldete am Donnerstag seine Ambitionen in Monaco an Zoom

Ob die Silberpfeile ihre Karten im zweiten Freien Training am Nachmittag aufgedeckt haben, ist unklar. Vieles deutet für das kommende Wochenende aber auf ein Duell zwischen Mercedes und Red Bull hin. Ricciardo war um 0,964 Sekunden schneller als Verstappen, hat allerdings auch exklusiv den Vorteil des um 35 PS stärkeren Renault-Antriebs. Nico Rosberg (3./Mercedes) hingegen hat sich seine drei Zehntelsekunden Rückstand auf Hamilton komplett selbst zuzuschreiben.

"Der neue Motor hilft ein bisschen, aber wir haben vor allem ein gutes Auto", freut sich Ricciardo, der scherzt, die Bestzeit gehe "zu 99,9 Prozent" auf seine Kappe. Das gilt für den dritten Sektor mit Schwimmbad und Rascasse tatsächlich: "Ich habe diesen Sektor immer schon geliebt." Teamchef Christian Horner ergänzt: "Er war auf beiden Reifensätzen schneller als die Mercedes. Das muss an einem Donnerstag in Monaco nicht viel bedeuten. Aber es ist ein positiver Anfang."

Eine kuriose technische Panne bei Mercedes gab's diesmal an der Box: Hamiltons Auto war aufgebockt, der Wagenheber in hoher Position verriegelt. Aber plötzlich löste sich die Verriegelung, das Auto fiel zu Boden, der Griff des Wagenhebers schlug mit vollem Karacho gegen die Nase des F1 W07 Hybrid mit der Startnummer 44. Die dabei entstandene Delle klebten die Mercedes-Mechaniker provisorisch mit Klebestreifen ab.

Bei Ferrari war's mit Klebestreifen nicht getan. Sebastian Vettel (9./+1,662) drehte sich zu Halbzeit der Session bei Mirabeau, beschädigte dabei seinen Heckflügel, weil er rückwärts in die Reifenstapel crashte. Keine halbe Stunde später brach ihm ausgangs Sainte Devote das Heck aus, sein linkes Hinterrad berührte die Leitplanken. Beschädigt wurde dabei nur die Felge. Trotzdem zeigt das: Die Ferrari-Fahrer müssen ans Limit gehen, um auf Tempo zu kommen.

"Ich habe viel probiert. Nicht alles hat funktioniert", gibt Vettel zu und sagt in Bezug auf seine Fahrfehler: "Es war ein durchwachsener Tag, aber sonst war es grundsätzlich okay. Das Tempo steckt im Auto drin. Ich glaube, am Donnerstag ist schwer zu sagen, wer was gemacht hat. Für uns war es ein guter Tag. Heute ging es nicht darum, in der Ergebnisliste weit vorne zu stehen, sondern wir wollten vor allem das eine oder andere ausprobieren."

Kimi Räikkönen (7./+1,433) war in Sainte Devote ebenfalls einmal im Notausgang. "Da stand das Rad relativ lang. Ich würde sagen, den Reifensatz kann er vergessen", analysiert Formel-1-Experte Marc Surer den Zwischenfall. Die Longrun-Tests machten dann aber Mut: Räikkönen fuhr 1:17.9 Minuten mit 26 Runden alten Softs, Vettel 1:18.0 mit 22 Runden alten Supersofts. Das muss den Vergleich mit Mercedes und Red Bull nicht scheuen.

Offensichtlich mit Wut im Bauch überraschte Daniil Kwjat (Toro Rosso/+1,208) heute als Fünfter, knapp zwei Zehntelsekunden vor Teamkollege Carlos Sainz (6.). Den ersten Schock, den man ihm in Barcelona noch ansehen konnte, scheint er abgeschüttelt zu haben. Einmal lief er bei Rascasse auf Felipe Massa (16./Williams/+2,679) auf - und meldete sich gleich danach am Boxenfunk: "Das ist überhaupt nicht nett. Absolut kein Respekt!"

Schauplatz zweier Crashes war am Nachmittag die Hafenschikane. Zuerst erwischte es Romain Grosjean (15./Haas/+2,267). "Vielleicht ein Reifenschaden?", funkte der Franzose. "Für mich sah es eher so aus, als hätte er einfach hinten überbremst", widerspricht Experte Surer. Und Rio Haryanto (21./Manor/+4,040) verlor die Kontrolle auf der Bodenwelle ausgangs Tunnel. Seine Manor-Mechaniker können ihren Ruhetag schon mal knicken...

Zu tun haben auch die Renault-Jungs. Es dauerte eine Stunde, bis Jolyon Palmer (19./+3,154) nach dem Crash heute Morgen auf die Strecke gehen konnte - und just ein paar Minuten später klebte auch schon Kevin Magnussen (17./+2,923) in der Zielkurven-Barriere. Der Däne hatte ein paar Meter davor ausgangs Schwimmbad angeschlagen und war nur noch Passagier, als er versuchte, mit gebrochener Radaufhängung einzulenken.

Top-10-fähig präsentierte sich am Donnerstag Force India, McLaren hingegen konnte die hohen Erwartungen bisher nicht ganz erfüllen. Und Williams scheint das Monaco-Handicap der vergangenen Jahre nicht abgeschüttelt zu haben - nicht so sehr wegen des Massa-Crashs am Vormittag, sondern eher wegen des fehlenden Tempos. Aber klares Schlusslicht ist - wie schon zuletzt in Barcelona - das Manor-Team. Da ist selbst Sauber deutlich schneller.

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