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  • 19.09.2008 · 11:34

  • von Roman Wittemeier

Hamilton: "Stadtkurse liegen mir"

Lewis Hamilton ist für den kommenden Grand Prix in Singapur zuversichtlich, Heikki Kovalainen mit Erfahrung in der Dunkelheit

(Motorsport-Total.com) - Es wird für alle Teams eine weite Reise ins Ungewisse, wenn der Formel-1-Tross schon bald zum ersten Nachtrennen der Geschichte nach Singapur aufbricht. Der neue Stadtkurs wurde besichtigt, ausgeleuchtet, beleuchtet, simuliert und analysiert: Die Vorbereitung des McLaren-Mercedes-Teams war umfassend und akribisch. Lewis Hamilton will seine besonderen Stärken auf Stadtkursen zur Geltung bringen und sinnt nach Monaco auf seinen zweiten Innenstadt-Sieg des Jahres.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton möchte bei der Nachtpremiere in Singapur wichtige Punkte holen

"Ich freue mich auf die Stadt, auf das landestypische Essen, und ich bin natürlich gespannt auf die Rennstrecke", sagte der Brite, der seine knappe Führung in der Gesamtwertung gegen Felipe Massa verteidigen will. "Es wird ein sehr interessantes Wochenende. Der Grand Prix in Singapur wird eine Herausforderung, und so etwas mag ich. Bisher bin ich noch nie nachts Rennen gefahren, aber das sollte kein Problem sein. In anderen Sportarten funktioniert es ja auch. Bei der Vorbereitung wurde viel getan und es wird bestimmt eine tolle Veranstaltung. Zudem liegen mir Stadtkurse besonders."#w1#

Neue Strecke, neue Uhrzeiten, neue Lichtverhältnisse

"Auf dem Papier sieht die Strecke so aus, als ob sie flüssig zu durchfahren ist, das ist also nicht so wie bei einem typischen Stadtkurs, aber es wird sicher spektakulär", beschrieb Hamilton vor dem Abflug in Richtung Asien. Die meisten Fahrer und Teams reisen frühzeitig an, obwohl man im Fall des ersten Nachtrennens kaum mit einem "Jetlag" rechnen muss. "Singapur wird für alle im Team eine ganz neue Aufgabe. Unser Teamarzt hat für uns Fahrer einen genauen Zeitplan aufgestellt, da alle Trainings und das Rennen erst an den Abenden stattfinden."

In Singapur laufen die Uhren anders, erklärte der Formel-1-Spitzenreiter weiter: "Wir sollten uns auch nicht an die Ortszeit gewöhnen, denn der Zeitplan des Rennens ist so wie bei einem europäischen Grand Prix. Unser Trainingsprogramm ist darauf ausgelegt, dass wir am Nachmittag unsere beste Leistung bringen können, und deshalb halten wir uns auch in Singapur daran. Das ist gar nicht so einfach, denn der Körper möchte sich an die geänderte Zeitzone anpassen. Doch für uns Fahrer bleibt der Tagesablauf mit Essen, Aufwachen und Einschlafen so wie in Europa. Das heißt, wir werden nach Singapur-Ortszeit am frühen Nachmittag aufstehen; um ein Uhr nachts gibt es Abendessen und zwei Stunden später gehen wir ins Bett. Das wird etwas ganz Neues."


Fotos: McLaren-Mercedes, Großer Preis von Italien


Teamkollege Heikki Kovalainen hat mit der Vorbereitung bereits zuhause begonnen, das Training wurde angepasst: "Das Wichtigste ist, dass wir uns darauf einstellen, unsere Leistung später am Tag zu erbringen. Dafür müssen wir uns genau an unseren Rhythmus halten und gut schlafen. Darum kümmert sich in erster Linie das Team. Sie werden alles tun, damit der Ablauf des Wochenendes unsere Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt. Dafür werden beispielsweise die Hotelzimmer abgedunkelt, damit wir lange schlafen können."

Kovalainen als Finne im Vorteil?

Damit die Herren Formel-1-Piloten ihre Arbeit optimal verrichten können, ergreift man weitere Maßnahmen: "Man wird sich darum kümmern, dass wir nicht vom Hotelpersonal gestört werden, und auch die Telefone werden nicht klingeln. Sich nicht an die andere Zeitzone anzupassen ist sehr schwierig, denn der Körper reagiert auf äußere Umstände wie Licht, Temperatur oder Luftfeuchtigkeit. Wie bei jedem Überseerennen werden wir uns vom Zeitpunkt der Landung an den vorgegebenen Zeitplan halten und gleich am ersten Tag bis zum frühen Morgen wach bleiben."

Der Finne hat vielen seiner Konkurrenten etwas voraus, denn Kovalainen reist mit Nachtrennen-Erfahrung nach Singapur: "Das Race of Champions fand abends statt, im Stadion und bei Flutlicht, aber die Rennen waren nicht sehr lang und außerdem ging es um nichts. Es wird also interessant, wie das bei einem Grand Prix funktioniert. Da ich aus Finnland komme, wo es im Winter 24 Stunden lang dunkel ist, sollte ich mit einem Nachtrennen keine Probleme haben. Von dem was ich bisher gesehen habe gefällt mir die Strecke sehr gut und es sollte auch ein paar Überholmöglichkeiten geben. Ich erwarte ein interessantes Rennen. Zudem haben Stadtrennen immer eine tolle Atmosphäre und darauf freue ich mich."

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